»The Dawning of the Age of Aquarius«: Vor vierzig Jahren wurde der Anfang eines neuen Zeitalters besungen. Was sagt die Astrologie dazu, was die Realität? Befinden wir uns nicht vielmehr noch oder wieder im Mittelalter, – der Spruch vom »Kreuzzug gegen das Böse« ist leider immer noch aktuell – und wann fängt endlich die Zukunft an? …

 

Urzeit-GewächsDiesem Gewächs aus der Urzeit ist es ziemlich egal, was wir für modern oder zeitgemäß halten. Vermutlich hat es damit absolut Recht.

Age of Aquarius

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Vorbemerkung

Wie so viele der Beiträge bei Smi²le ist auch dieser gleichzeitig ironisch und ernst gemeint. Hier scheint das allgemeine Dualitätsprinzip zuzuschlagen – die Physik ist also schuld, nicht der Autor!

Gleich eingangs eine Warnung zum Autor: Sternzeichen Widder (despotischer Akzionist, der nicht zu stoppen ist), Aszendent Löwe (steht wie von selbst stets im Mittelpunkt, Egozentriker). Immerhin decken sich Aszendent und Fußballverein (Löwen¹).

Damit wären wir beim ersten Thema, der Astrologie.

 

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Zeitalter in der Astrologie

Astrologie ist eine Interpretation astronomischer Konstellationen (insofern ja direkt wissenschaftlich) mit dem Ziel, aus diesen Konstellationen auf die Schicksale von Menschen oder die günstigen und ungünstigen »himmlischen Faktoren« zu schließen (in dieser Hinsicht Glaubenssache).

Selbstverständlich ist die Einteilung wie auch die Deutung von einer gewissen Willkürlichkeit geprägt – und keineswegs einheitlich dargestellt. So wollen wir hier eine Interpretation als Beispiel vorstellen. Zu einem jedenfalls mag sie sicherlich nutzen: zum Nachdenken, ganz im Zeichen der Idee »Intelligence Increase«.

die Zeitalter – eine Interpretation von vielen …

Ähnlich wie das Jahr kann man auch das Zeitalter der Menschheit (hier aus europäischer Sicht) den Tierkreiszeichen zuordnen. Der gesamte Zyklus beträgt, analog zur Präzession der Erdachse aufgrund der Kreiselkräfte etwas über 24000 Jahre. Somit dauert ein Tierkreiszeichen etwa 2000 Jahre. Wir befinden uns gerade am Übergang des Zeitalters von Steinbock zu Wassermann. Um das genaue Datum streiten sich die Rechthaber, über die exakte Abfolge der Tierkreiszeichen ebenso (in den Standardwerken ist sie gegenläufig zu denen des Jahres). Lassen wir sie streiten und erläutern einfach mal ›unser‹ Modell.

Das Frühlingszeichen, Aufbruch, Willen. Dazu passt das erste Erwachen der menschlichen Kultur ganz gut. In der Tat datiert man die frühesten Artefakte der Menschheit etwa dorthin, die sog. Jungsteinzeit; Höhlenmalereien seit etwa -20000 (jedenfalls in solchen Mengen, dass man heute noch viele davon findet).

Der Stier genießt, was er hat, kein nennenswerter Fortschritt zu erwarten. Chance zur Konsolidierung, keine Umbrüche. À propos ›Konsolidierung«: Dies kann durchaus die Entwicklung ›atlantischer‹ Kulturen fördern. Siehe ›Paleo-Seti‹ – wir dürfen deren Zentrum getrost in der Nähe des heutigen Bengasi (Libyen) verorten.

Ein Kulturmensch, der Kommunikation mehr schätzt als Neuerungen. Steinzeitliche Populationen fangen mit Handel und Austausch an. Kulturen, die bereits weiter sind, etwa die sagenhaften Atlanter, organisieren sich in einem Maße, das man ihnen heute kaum zutrauen mag.

Rückzug in sich selbst, ins Heimatliche. Keine allzu große Interaktion mit Fremden. Die Menschen halten sich trotz Eiszeit in Europa.

Tatendrang, Aktivität, Ausdauer. Neue nach-eiszeitliche Kälteperiode, die einige europäischen Siedlungen überleben. Zur Zeitenwende Untergang von Atlantis; Abtrennung der Seeverbindung der südlichen Städte. Nach einigen Quellen gibt es in dieser Periode regen Kontakt zu Außerirdischen (die scheinen sich für Umbruch-Situationen zu interessieren, vgl. den Hype zur Zeit der Erfindung der Atombombe).

Penibel, egozentrisch, hat keinen Sinn für das, was von außen kommt. Beste Bedingungen, um die Errungenschaften des Löwen-Zeitalters zerbrechen zu lassen. Passt zur Sintflut-Geschichte, ob diese nun statt fand oder nicht.

Harmonie, Ausgleich, Suche nach dem passenden Partner. Lesen wir die Bibel – erneuter Bund Noahs mit Gott, Begründung der alten Dynastien, Abraham, Jakob Israel und so weiter. Gleichzeitig Blüte der Megalith-Kulturen in Malta und anderswo in Europa: anscheinend aber im Sinne harmonischer Koexistenz, keine Zeichen für Expansion / Unterwerfung und Angleichung der Nachbarn.

Suche nach Erkenntnis, Systematik, Hang zum Dunklen, Verborgenen. Zielstrebigkeit. Dazu passt der Aufstieg des Alten Ägypten. Was der Skorpion tut, tut er ganz, baut z.B. Pyramiden. Macht ist ihm nicht fremd. In Europa Beginn der Bronzezeit. In Mesopotamien, heute Irak / Iran, Aufstieg neuer Hochkulturen, Babylon sowie inzwischen vergessene Nachfolger.

Extrovertiert, aber auch Idealist, Lehrer, Visionär. Blütezeit der griechischen Klassik, die sich von allem bislang Existierenden lossagt und neue Werte schafft. Begründung der Philosophie.

Pflichterfüllung, Disziplin, auch Rücksichtslosigkeit. Das Römische Imperium erobert alles, was in Reichweite ist. Die Kirche übernimmt die Macht das ganze Mittelalter hindurch, terrorisiert Europa, nötigt zu Kreuzzügen und Inquisition. Flüchtlinge gründen einen neuen Gottesstaat in Amerika. Das Islam entsteht, wird zum Hauptgegner der Kirchen-Diktatur, später zu dem des neuen Gottesstaates. Wie zum Trotz entsteht nach dem Niedergang des Osmanischen Reichs ein neuer Staat Israel, der es aber nie schafft, in Frieden zu leben. Der letzte große Führer des neuen Gottesstaates beginnt einen immerwährenden Krieg gegen die alten Feinde der Kreuzzüge, nennt diesen sogar »Crusade«. Die Wirtschaft kollabiert. Übrig bleibt ein Militär-Apparat, der seinesgleichen nicht kennt. Zum Glück tritt die Welt anschließend in ein neues Zeitalter, das des Wassermanns.

Wir befinden uns heute an der Stelle genau dieses Umbruchs.

Der Wassermann liebt und lebt die absolute Freiheit und Unabhängigkeit. Er liebt sich selbst sehr, aber nur in der Gemeinschaft mit allen anderen. Was der Steinbock zerstört oder zerteilt hat, mag er vereinen – sofern etwas übrig ist. Große Monumente zu schaffen, ist nicht seine Stärke, organisieren auch nicht. Aber die Intelligenz hat hohen Stellenwert. Mag sein, dass dieses Zeitalter geprägt ist von prinzipieller Harmonie, von der Möglichkeit zur Konsolidierung, mit der Chance, dass wir uns, ohne eine Gefahr für selbige darstellen, Besuchern aus dem restlichen Universum öffnen. Nur sind vom Wassermann keine aktiven Impulse zu erwarten, die Erden-Menschheit wird wohl weiter einsam in unserem dicht bewohnten Kosmos rumschlummern.

Das Gefühl dominiert, Aggression gibt es nicht. Harmonie ist wichtig, Spiritualität. Beste Bedingungen, alle Intelligenzen des Universums freundlich auf der Erde zu empfangen, kosmischen Frieden zu schließen. Doch lässt der Fisch keinerlei Taten folgen. Es wird also nichts passieren, bis …

Frühlingszeichen, Aufbruch, Willen. Der Mensch beginnt, nicht nur die Erde, sondern den ganzen Kosmos als Heimat zu begreifen. Man kann die ungehobelte Natur des Menschen durchaus entschuldigen, wenn man seinen unzähmbaren Schaffenswillen schätzt. Von ihm geht eine neue Periode kosmischen Fortschritts aus …

… falls der Mensch es schafft, die jetzige hochbrisante Phase des nicht-aufgeben-wollenden Steinbocks zu überleben. Die astrologische Prognose ist gut, die realistische ist schlecht. Möge die Astrologie Recht behalten!

 

 

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Astrologie und Tierkreiszeichen – Grundlagen

Geometrisch-mathematisch gesehen unterteilt die Astrologie den Horizont der Nordhalbkugel in zwölf Sektoren, ordnet diesen einprägsame Sternkonstellationen zu und gibt ihnen Namen, die die Eigenschaften der dazugehörigen Monate repräsentieren. Das Jahr beginnt mit dem Frühlingsanfang, der Tag-und-Nacht-Gleiche nach dem Winter auf der Nordhalbkugel. Das Sternbild, das den Hintergrund des Sonnenstandes dieses Monats bildet, hat man Widder genannt, ihm schreibt man die Kraft des Frühlings, des Erblühens und Wachsens zu.

Es ist also anders herum als man oft meint: Nicht die Natur hat sich den willkürlich gewählten Sternzeichen unterzuordnen, sondern die Jahreskreiszeichen haben die Eigenschaften dessen, was die Natur uns zum entsprechenden Zeitpunkt darbietet. So steht der Widder in erster Linie für den Frühling und nicht nur für ein bestimmtes Muster am Sternenhimmel. Insofern ist es auch einerlei, dass sich in den Jahrhunderten seit Festlegung der Symbole die Optik etwas verschoben hat (die Sonne steht nicht mehr genau in der Konstellation, die den Sternzeichen den Namen gab).

Da nach der Astrologie nichts einfach nur »zufällig« passiert, ist es auch logisch, dass sich der Mensch bzw. dessen Seele den zum Charakter passenden Ort und Zeitpunkt seiner Geburt aussucht. Also: Kein Diktat durch Zufall. Niemand hat Fisch zu sein, weil die Geburt ihm das vorschreibt, sondern der Fisch ist genau dann und dort geboren, wo die Konstellation am besten zu seinem Wesen passt.

Entwickelt hat sich die Astrologie lange vor der Erfindung der »Exakten Wissenschaften« – insofern darf man ihr nicht vorwerfen, deren Bedingungen nicht zu genügen. Bitte nicht vergessen: Es ist noch gar nicht lange her, dass Physiker an den Äther und die Allgemeingültigkeit der Newton'schen Mechanik glaubten, und die Chemiker versuchten, aus Schlamm und Krötenblut Gold zu gewinnen! So mischt sich zum Wissen der Astrologie (z.B. was den Kalender betrifft) eben vieles an Glauben.

Haupt-Streitpunkt ist, ob nichts zufällig passiert, oder ob alles zufällig passiert, bzw. auch die Bedeutung des Wortes »zufällig«. Das Universum in seiner ganzen Komplexität als versehentliches Ergebnis eines Würfelspiels zu sehen ist nun mal ebenso Glaubenssache wie die Idee, dass hinter allem eine tiefere Idee steckt … oder gar ein Plan.

Und bei der Frage, was man glauben soll oder nicht, kann (nein: will) SmileNow sich nicht einmischen. Die Wahrheit kann nur erkennen, wer sich selbst auf die Suche macht – und dabei auch mal unter den Schrank kriecht.

Um das Geburtshoroskop zu berechnen, braucht man Ort, Tag und Uhrzeit der Geburt (online z.B. bei astroconnect¹). Das Tageshoroskop vergleicht die momentanen astrologischen Aspekte mit denen des Geburthoroskops oder vergleicht die begünstigenden und die opponierenden Aspekte der jeweiligen Konstellation mit dem Vorhaben, für das man den richtigen Zeitpunkt sucht. Zumindest haben Leute, die solches tun, den Vorteil, dass sie ihre Aktionen terminieren und nicht ewig hinausschieben.

 

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Persönliches Horoskop und Welthoroskop

Geburtshoroskop

Das Sternzeichen des Menschen ist das, in dem die Sonne am Geburtstag steht. Es steht maßgeblich für die inneren Grundeigenschaften der Person. Ein Umlauf der zwölf Zeichen dauert ein Jahr und orientiert sich am Frühlingsanfang des astronomischen Kalenders (s.o.).

Der Aszendent hingegen ist das Zeichen, das zum Geburtszeitpunkt am Geburtsort gerade am Horizont aufgeht, es entspricht der äußeren Wirkung und dem Verhalten des Menschen. Ein Zyklus dauert 24 Stunden.

Zeitalter

Die im Abschnitt weiter oben skizzierten Zeitalter beziehen sich auf das Horoskop der ganzen Menschheit; so sind sie jedenfalls zu verstehen. Der Zyklus entspricht etwa 24000 Jahren; seit der Erfindung nennenswerter Waffen und der Atomkraft ist fraglich, ob die Menschheit einen weiteren Zyklus überlebt.

Anderen Quellen nach werden die Zeitalter nach dem Eintritt des Saturns in das dazugehörige Sternbild definiert – ein Tierkreiszeichen dauert dann etwa 360 Jahre, und wir sind dennoch am Anfang des Wassermann. Immerhin. Nach noch anderen Quellen ist die Abfolge der Zeitalter-Tierkreiszeichen gegenläufig zu der der monatlichen Zeichen.

Ganz ehrlich: Die obige in sich so logische und überzeugende Darstellung des kosmischen Zyklus findet ihr ähnlich auf praktisch keiner Astrologie-Seite. Aber vielleicht ist sie deshalb die einzige und alleinige Wahrheit – wer weiß?

 

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Ewiges Mittelalter

Unter »Mittelalter« verstehen wir die Periode zwischen dem Ende der Antike (Niedergang des Römischen Reichs, ca. 400) und der Neuzeit (Entdeckung Amerikas durch Columbus, Reformation, ca. 1500). Das Ende des Mittelalters wird unterschiedlich datiert; es ist die Frage, ob wir selbiges überhaupt schon überwunden haben.

Während Rom in der Antike (fast) ganz Europa, Nordafrika und den Vorderen Orient kontrollierte, steht das Mittelalter für den Neuverteilungskampf um die alte Macht. Zuerst konnte die Kirche sich als Macht-Nachfolger behaupten, mit dem Abfall Byzanzs einerseits und der einigenden Kraft des Islam andererseits (ab ca. 650) bildete sich ein neuer Gegen-Machtblock heraus, der vom Vorderen Orient über Nordafrika bis nach Spanien reichte. Die Kreuzzüge (ab ca. 1100), die das Ziel hatten, »das Heilige Land zu befreien«, vulgo: die Herrschaft der Kirche auf etwa das alte Römische Machtgebiet rund um das Mittelmeer auszuweiten, endeten im Debakel.

Mit der Gründung der USA (1776) schien sich die »Neuzeit« etabliert zu haben, die Überwindung der Kirchen-Macht, das Entstehen neuer weltlich-aufgeklärter Staaten. Die Freimaurer-Symbole auf der Dollarnote zeugen davon. Doch bald, das wird heute meist verschwiegen, bildete sich in den USA eine »Anti-Masonist«-Bewegung aus seltsamen christlichen Sektierern und anderen fortschrittsfeindlichen Kräften. Jenen Sektierern, die sich aus dem Symbolschatz der Freimaurer gezielt diejenigen herauspickten, die für die verhassten Moslems das Satanische bedeuteten (insbesondere spiele ich hier an auf die seltsame Ähnlichkeit des »Washington Memorial«-Obelisken und der Satans-Stele in Mekka), haben wir wohl zu verdanken, das die alte Kreuzzugs-Vendetta noch heute ausgetragen wird.

Europa jedenfalls war sehr, sehr lange in böse Bruder-Kriege verstrickt und konnte sich wohl kaum die Frage stellen, ob nun die Neuzeit angefangen hatte oder nicht. Man stelle sich nur vor, wie um 1900 der Deutsche Kaiser den Bau einer Weltmeer-Flotte anordnete, zu einer Zeit, als alle ausbeutbaren Kolonien bereits verteilt waren. Dann der völlig idiotische erste Weltkrieg, da ging es letztlich auch noch um die Vorherrschaft nach den verlorenen Kreuzzügen, nach dem Konkurs der Kirchenmacht.

Vor dem I. Weltkrieg war das Osmanische Reich die vorherrschende islamische Macht am Mittelmeer. Diesen Leuten wird auch zugeschrieben, das »Heilige Land« mit dem Namen »Palästina« versehen zu haben, bezogen auf die biblischen Philister, um einen dem Volk Israel historisch angemesenen Gegenpol zu zementieren. Möglicherweise war genau das der wirkliche Grund des I. Weltkrieges – wenn in Sarajewo ein österreichischer Thronfolger erschossen wird, dann gewinnt das eben nur dadurch Brisanz, dass man dahinter ein islamisch-/-serbisch-orthodoxes Komplott aufbaut. Vermutlich war der Attentäter nur ein kleiner Depp, ganz ohne Komplott, aber eben ein prima Vorwand, Europa anzuzünden und die Vendetta auszutragen.

1917 war ganz Europa ziemlich am Ende. England und Frankreich durften die Rolle der neuen Großmächte in Europa übernehmen, dir USA war inzwischen stark genug, solches zu diktieren. Das Deutsche Reich hat Pech gehabt, es wurde zum alleinigen Kriegsschuldigen erklärt – was ja bis auf den Begriff »alleinig« durchaus stimmt. 1917 war auch Schluss mit dem Osmanischen Reich (beiläufig mal wieder ein kleiner Sieg gegen die Moslems). Trotz zionistischer Bestrebungen in den USA war es aber noch nicht an der Zeit, den Plan »Israel« durchzusetzen. Bitte, wir sind nicht parteiisch, wir analysieren hier nur, was da geschoben wurde und wird! Außerdem haben sich Juden und Moslems immer, d.h. gerade während der maurischen Zeit in Spanien, hervorragend gegenseitig toleriert. Die Mauren haben den Juden Rechte gegeben, die sie unter den Christen nie hatten. Nicht zuletzt deswegen wurde Spanien reich … die Feindschaft ist keineswegs historisch.

Zu jenem Zeitpunkt kam ein neuer Punkt auf die »welt«-politische Tagesordnung. Die Revolution in Russland. Ein Deutscher namens Karl Marx hatte ein neues Gesellschaftsmodell skizziert, ein Russe, wohnhaft in München-Schwabing dessen Bücher gelesen. Jetzt war ein neuer Feind da, etliche Beinahe-Kriege folgten, die Vendetta der Amis mit den Arabs trat in den Hintergrund. Die Welt hoffte nur noch, nicht gleich jetzt gegrillt zu werden.

In den 20er Jahren kam ein neuer Hoffnungsträger für die USA in das Licht der Weltgeschichte, Adolf Hitler. Ein Mann, der keine Pferde stiehlt, und der aus abgewirtschafteten Säufern rechte Soldaten macht. Kurzum, die Amis haben diesen Machtfaktor unterstützt, ihm sogar Eroberungsfeldzüge gegen Tschechien und Polen erlaubt. Er durfte sogar sechs Millionen Menschen ermorden lassen, ein großes Privileg. Und, wie erwartet, hat er die Russen angegriffen, aber dummerweise verloren. Scheiße. 1948 war der Krieg vorbei.

1948, man hatte schon gemeint, die Zeit der Kreuzzüge sei vorbei, wurde ein neuer Staat Israel in den Sand Osmaniens/Palästinas gesetzt, offiziell mit dem Segen der UN-Vollversammlung, auf jedenfall mit sofortiger Anerkennung durch die USA und die UdSSR. Leider jedoch ohne Einverständnis der sonst dort ansässigen Menschen und der direkten Nachbarn, die dem neuen Staat umgehend den Krieg erklärten. Der Krieg dauert heute noch an, wenngleich mit etwas veränderten Fronten und Koalitionen. Wir wollen hier nicht werten, Partei ergreifen oder Schuld zuweisen – uns geht es nur um den hirnverbrannten Unsinn dieser ständigen Kämpfe. Seit Staatsgründung verging kein Tag, ohne dass dort geschossen wurde. Das kann es ja wohl nicht sein.

Fünfzig Jahre später startet ein US-Präsident, der seine Befehle angeblich direkt von Gott erhält, einen weiteren Kreuzzug und benennt ihn auch noch so:

Nach den WTC-Anschlägen im September 2001 tobt unter dem Namen »immerwährende Freiheit« ein »Krieg gegen das Böse« oder auch »Kreuzzug gegen den Terror«. Da als Gegner abstrakte Begriffe gewählt wurden, ist der Feind des jeweiligen Teil-Kriegen willkürlich austauschbar – natürlich aus den Reihen der klassischen Kreuzzugs-Feinde, der arabisch-persisch-muslimischen Welt. Die Hoffnungen, dass der im November 2008 neu zu wählende Nachfolger des besagten US-Präsidenten mit diesem mörderischen Quatsch aufhört, sind hoch, aber wenig realistisch.

 

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Wann fängt endlich die Zukunft an?

Oeko-LandbauOeko-Landbau im Dürneck bei Freising: Auf dem gleichen Feld wachsen zur gleichen Zeit Getreide, Ölpflanzen, Kuhfutter, Bienenfutter, Heu, Biogas-Grundstoff und Dünger. Es wird nicht tief gepflügt; verschieden tief wurzelnde Pflanzen lockern den Boden auf und die Bodenbiologie – Bakterien, Pilze, Regenwürmer – übernimmt den Rest. Niemals liegt Boden brach; Nutzbepflanzung, Pflanzenreste und Wintersaat bedecken den Boden immer und geben so Nährstoffe an das Oekosystem ab. Gespritzt wird auch nicht; sogenannte Schädlinge nehmen bei Mischbepflanzung niemals überhand. Folge: Der Boden wird nicht kaputt gemacht; man muss zwar mehr denken, dafür weniger arbeiten und nicht dauernd mit Diesel-saufenden Traktoren rumfahren – und die Erträge sind insgesamt weitaus höher als bei »konventionellem« industriell geprägtem Anbau. In Dürneck hat die Zukunft jedenfalls schon begonnen …

Ob wir an ein solches astrologisches System glauben oder nicht – wir stehen am Ende eines Zeitalters, dessen Mechanismen wir nicht weiter betreiben können, ohne selbst als Menschheit insgesamt unterzugehen. Kriege, Raubbau, Raffgier und das Ignorieren der allgegenwärtigen Probleme, können nicht so weiter gehen. Schön, wir erforschen den Mars, wir dringen in immer neue Tiefen einer letztlich unverständlichen Physik vor. Das sind schon mal gute Voraussetzungen, das Mittelalter endlich zu überwinden.

Oeko-BieneAusschnitt aus obigem Bild: Schon mal Bienen im Getreidefeld gesehen? Bei Sepp Braun ist das ganz normal.

Trotzdem zerstört unsere Industrie das ökologische System, vergewaltigt unsere Landwirtschaft die Böden (es geht auch anders – und zwar bei insgesamt höheren Erträgen – vgl. Foto oben / Artikel bei Tacheles regional¹), schafft unsere Politik täglich neuen Hass.

Insofern ist die Hoffnung auf ein neues, von Harmonie geprägtes Zeitalter äußerst verständlich.

Wir müssen uns jetzt aus dem ewigen Mittelalter befreien, sonst ist es irgendwann unwiderruflich zu spät.

Wir brauchen neue Ideen und Perspektiven – vielleicht ist Learys »Smi²le« ein guter Ansatz.

Wann also fängt die Zukunft an?

Betrachten wir einfach auch ein paar andere Dinge. Und zwar die, die vorwärts gehen. Dann wird uns plötzlich klar, dass all der Zwang, all der Hass, all die Unterdrückung, all sie völlig sinnlosen Kriege nur dem Zweck dienen, einem System, das bereits abgewirtschaftet hat, noch eine Zeit lang die Reste seiner Macht zu erhalten. Die Zukunft hat bereits begonnen; die vormals unangetastet Mächtigen wehrensich dagegen.

Eine wiee im Lied-Text angesprochene Konjunktion, »Aufreihung«, der Planeten Jupiter und Mars gab es u.a. 1980, 2000 und 2006. Wir können uns also den Zeitpunkt aussuchen und im Nachhinein »überzeugend« präsentieren.

 

jk

 

 

when the moon is in the seventh house

and jupiter aligns with mars

then peace shall guide the planets

and love will steer the stars

 

this is the dawning of the age of aquarius