Unidentifizierte fliegende Objekte, oder wie man früher sagte, rätselhafte Kometen, fliegende Schilde und Schlangen durchziehen die Legenden der Menschen seit langem. Meist klingen die Sichtungsberichte weitaus glaubhafter als die offiziellen »Erklärungen« – das macht stutzig …

 

SalzstreuerNein, das ist kein UFO, auch kein Modell einer prähistorischen Rakete, sondern ein ganz normaler, etwas kitschiger Salzstreuer. Mag Erich von Daeniken den Weg zu »Paleo-Seti« geöffnet haben – er geht eindeutig zu weit, wenn er in allem, was er findet, Hinweise auf Alien-Besucher sieht.

UFO

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nicht identifiziert

»UFO« bedeutet »nicht identifiziertes fliegendes Objekt«, bezeichnet also genau zwei Eigenschaften: 1. es fliegt, 2. man weiß nicht, was es ist.

Viele Beobachtungen können später erklärt werden, vieles ist von vorneherein gefälscht, aus »Spaß«, aus Wichtigtuerei.

Doch es bleiben genügend Vorfälle übrig, die unsere nähere Betrachtung verdienen. Und es gibt traumatisierte Opfer, Geschädigte: Die darf man nicht einfach so übergehen.

 

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UFO – nur der Begriff ist neu

UFOs wurden schon immer beobachtet. Fliegende Schilde, Götter, die »vom Himmel« herabsteigen, – teils detailliert beschriebene Flugobjekte finden wir in allen alten Schriften und Überlieferungen. Auch in der Bibel, nicht nur bei Hesekiel. Und Kometen, von Bethlehem bis in die Neuzeit (vgl. »UFO-Timeline: Inhalt – Themen – Phaenomene). Ebenso finden wir Sichtungsberichte zu praktisch allen historisch interessanten Zeiten, von den Eroberungszügen Alexanders bis zu den Atombomben-Tests – und, vehement dementiert, zur Mondlandung (s. Kasten).

»They are huge, and they are many«

Waren damit Steine gemeint, Felsen, Berge, Krater oder fremde Raumschiffe?

Die Meditationsaufgabe für heute ist, ob sich diese Wesen uns gegenüber so darstellen, dass wir gerade noch kapieren können, um was es sich handelt (fliegende Schilde bei Alexander, Zeppeline im 19. Jahrhundert, Flugscheiben in den 1950ern, Stealthcrafts und Dreiecke heute), oder ob unsere Wahrnehmung so selektiv funktioniert, das wir nur von Dingen Kenntnis nehmen, die wir halbwegs einordnen können.

Wir wissen nicht, ob das, was die alten Ägypter¹ dargestellt haben, Flugzeuge sein sollen – aber wir dürfen ganz unvoreingenommen über die Ähnlichkeiten staunen!

UFO-Komet»Komet«

Bunte Vielfalt

Je nach technischer Entwicklung und damit Interessens- und Wissenslage sah man in den Dingern Götter, Engel, Dämonen, Zeppeline, Raumfähren oder Kometen – wie hier in einer Darstellung aus dem Jahr 1557, die einen Augenzeugenbericht illustriert. Im Deutschen Museum München hängt dieser Stich in der Raumfahrtabteilung, zusammen mit dem dazu gehörigen Text, der das Teil als »Komet« bezeichnet. Dieser Referenz darf man trauen.

Es sieht sehr danach aus, dass jemand beobachtet, was wir Menschen so alles treiben: Die Vielfalt der Bauarten, lange, runde, dreieckige, große, kleine UFOs, spricht dagegen, dass es sich um ein, zwei irdische Geheim-Prototypen handelt.

Wir können nur vermuten, was dahinter steckt, denn offizielle Bulletins an die Menschheit von Außerirdischen gibt es nicht:

Nun, somit handelt es sich um eine Glaubenssache, und der Glaube ist frei (vgl. UNO, Menschenrechte, Artikel 18).

Wie gesagt, die Vielfalt der beschriebenen Erscheinungen und Wesen ist erstaunlich – jedenfalls, wenn man die Menschheit für etwas Einzigartiges hält. Weniger erstaunlich wird das Ganze, wenn wir uns als durchschnittlichen Planeten im Universum ansehen, mit einer durchschnittlichen Evolution wie sonst noch an ein paar Milliarden Stellen im Universum.

Wirklich erstaunlich hingegen bleibt, dass die US-Regierung hoch geheime Kommissionen wie Majestic 12 (MJ 12) einberuft, nur um abgestürzte Wetterballons, optische Irritationen und Radar-Echos zu untersuchen.

Entweder waren die Herrschaften paranoid, oder es gab einen triftigen Grund.

Eins von beiden.

 

… bunter und bunter …

Vieles von dem, was allen möglichen Leuten so aus der Feder floss und fließt, ist Quatsch. Die Leute waren zeitweise richtiggehend hysterisch mit dem UFO-Zeug.

Wir sprachen schon Herrn von Daeniken an – ein Pionier des Themas, aber die Phantasie geht gerne mit ihm durch. Oder den Billy Meier mit seinen selbstgebastelten Modellen, die er dann in Fotos montiert – all das schadet der Sache eher, als dass es ihr nützte. Auch wenn entsprechende Bücher und Bilder große Verbreitung finden.

Streicht man allerdings aus der Sammlung aller Geschichten und Gerüchte den ganzen Schmarrn weg, so bleibt eben nicht NULL übrig, sondern eine beeindruckende Anzahl wirklich bemerkenswerter Begebenheiten. Für die interessieren wir uns in erster Linie.

(In zweiter Linie interessieren wir uns allerdings auch für den »Schmarrn«: Vielleicht ist ja doch mehr dahinter als es auf den ersten Blick den Anschein hat.)

Die Schere im Kopf ist jedenfalls keine Antwort auf offene Fragen!

 

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Außerirdische

Ebenso bunt wie die »Flugzeug«-Typen präsentieren sich die Außerirdischen in echten wie auch gefälschten Berichten. Wir haben hier mal ein paar zusammengestellt.

Philosophen: Sind uns sehr ähnlich, genauer gesagt, unseren Hippies oder Buddhisten. Transzendental, niemals aus freien Stücken gewalttätig, sehr freundlich, wenn sie sich denn jemandem öffnen wollen, erzählen gerne Märchen, die für uns wohl lehrreich sein sollen. Sie fallen kaum auf, weniger auf als Hippies, wenn sie auf unserem blauen Fußball unterwegs sind.

Formwandler: Können jedenfalls für unsere Realität vorspiegeln, was sie wollen. Alles, vom Mittelstürmer bis zum Zeugen Jehovas am Bahnhof.

Reptilienartige »Dracos«, die uns auf gespenstische Weise ähnlich sind, aber doch ganz anders. Überlegen, durchaus gefährlich und unfreundlich gesinnt – aber im Prinzip sind wir denen egal. Auch sie können unsere Sinne beeinflussen, wie es ihnen passt. Das lässt sie für uns zu »shape-shifters« werden – sie können beeinflussen, wie oder als was wir sie wahrnehmen. Wie viele der Geschichten über sie z.B. vom Märchenerzähler und wohlhabenden Schweizer UFO-Sekten-Chef Billy Meier stammen, ist unsicher.

Weißen oder grünliche Humanoide mit großen Köpfen: Auch denen sind wir ziemlich egal, aber in einer seltsam-freundlichen Weise egal. Wahrscheinlich sehen sie in uns kleine putzige Primitive. Mag sein, dass sie die Schlauesten im Universum sind.

Monster: Denen sind wir scheiß-egal, aber auf unfreundliche Weise. Keine Ahnung, was die hier wollen.

Texan Aliens: Ballern auf alles, was sich bewegt. In Südamerika haben sie kleine Roboter, »Chupas«, die wie Kühlschränke aussehen. Leider ist kein Bier drin, sondern Waffen, die auf uns schießen, wenn wir bei irgendwelchen nächtlichen Aktionen stören. Die Aliens selbst zeigen sich niemals.

Große Graue: Riesen Lackel mit Insekten-Augen, die uns schon ewig beobachten. Sind ganz anders als wir, gehen irgendwelchen Geschäften nach und sind eher ungefährlich, weil sie in uns keine ernst zu nehmenden Gegner sehen. Anscheinend geht es ihnen um die Vormacht in dieser Gegend des Universums, aber in erster Linie gegenüber anderen Aliens. Allerdings gut möglich, dass sie uns mit der Liebe des Schweinezüchters zu seinen Tieren betrachten.

Kleine Graue: Ohne Ameisen beleidigen zu wollen, würde ich sie doch mit Ameisen vergleichen. Sie sind von irgend einer höheren Intelligenz geleitet, um irgendwas auch immer hier und anderswo zu tun, fliegen in Raumschiffen, die wohl ihre eigene Schwerkraft nach Belieben produzieren, mühelos jede erdenkliche Flugbewegung auch in der Erdatmosphäre machen. Zickzack mit 10-facher Schallgeschwindigkeit, oder auch einfach so rumschweben. Manchmal fallen welche runter, z.B. in Roswell, New Mexico. Scheint aber nicht so schlimm zu sein, denn sie kennen kein Ego, keine Individualität. Entsprechend behandeln sie andere Wesen: Entführungen, Sezieren von lebenden Kühen, Inteviews unter Mind-Control. Sie fragen nach allem Möglichen, nach Tieren, Metallen, Rohstoffen auf der Erde, aber nie nach Menschen, nie, wie Menschen leben, was sie so alles tun und so weiter. Und Worte wie »Hallo Freund« sind undenkbar. Gibts nicht. Sie kennen kein »ich«, sie funktionieren. Und scheinen nichtmal einen nennenswerten Stoffwechsel zu haben. Wer solche Typen sieht, sollte am besten Gas geben und abhauen, die sind fies und kapieren das nicht einmal.

SF: Wir können davon ausgehen, dass alle Wesen, die in SF-Filmen vorkommen, von irgendwelchen Sichtungsberichten abgekupfert sind. Filmleute sind nämlich phantasielos, sie klauen, klauen, klauen, wie sonst nur die Schlager-Komponisten (wusstet ihr, dass das »Lied der Schlümpfe« eine 1:1-Kopie einer wenig erfolgreichen Country-Schnulze ist?). Also: Spock gibt es, Warf, Odo und die Ferengi. Die Borg und die Vrels auch.

Menschen: Zu mehr oder weniger guter Letzt scheint es im Universum von Wesen wie uns zu wimmeln, zu primitiv, zu wenig gefährlich und zu langweilig, als dass sich die höher entwickelten Aliens um sowas ernsthaft kümmern würden.

Alles in allem: Wir haben es mit Wesen zu tun, bei denen Vorsicht angebracht ist, je nach Mut auch freundliche Vorsicht.

Bitte zu beachten, dass es sich hier um die Reine und Absolute Wahrheit (RAW)™ handelt, Widerspruch ist zwecklos!

The Flying Saucer Menace

alien enemiesImmer wenn unser Wissen am Ende ist, tritt eine Art Not-Programm an Stelle bewusster Entscheidung – die Angst vor dem Unbekannten. Das hat Vorteile, etwa wenn wir vor der Frage stehen, eine unbekannte 4-Zentner-Katze zu streicheln oder nicht. Im Zweifelsfall suchen wir dann doch lieber möglichst unbemerkt das weite.

Kommerziell ausgenutzt wird dieses Programm durch das Geschäft mit der Angst. Wie hier in dem Heft »Enemies from outer space – the flying saucer menace« (Abb. re.) von 1967. Bei Jeff Rense liegt das Heft »the flying saucer menace«¹ komplett gescant vor. Interessant ist neben der Tatsache, dass viele der dort beschriebenen Motive später in SF-Filmen verwurstet wurden, ein Bericht über 1930 entdeckte bewegliche Artefakte auf dem Mond (S. 29).

Zur Vollständigkeit: Selbst wenn all die Sichtungen und Kontakte nur Fehlschaltungen der menschlichen Wahrnehmung sein sollten (was manche Leute behaupten), dann ist das auch nichts, womit man leichtfertig spielen sollte. Und für die Betroffenen ist auch eine objektiv falsche Realität real – und somit kein Grund, sie zu mobben und auszulachen.

Ein Problem für sich sind die ganzen Entführungs-Geschichten. Mag sein, dass viele davon nur der Paranoia von Leuten entspringen, die sich interessant machen wollen, so doch sicher nicht alle: Vor allem Kinder erfinden wohl keine traumatischen Erlebnisse. Hierzu ein Link: Kinder und Aliens¹ u.a. mit Zeichnungen von Entführungsszenen. Sehenswert!

Auf der gleichen Seite heißt es, dass Aliens ihre eigene Kommunikationstechnik haben, darunter thelepatische Fähigkeiten. Finden wir deshalb keine außerirdischen Radio-Signale? (vgl. SETI)

 

»Indianer«-Legenden

Nun sind Geschichten über UFOs und Außerirdische keineswegs das Privileg einiger durchgeknallter »weißer« Amis – auch »richtigen« Amis, »native Americans« ist das Thema keineswegs fremd (z.B. Siux¹, Hopi¹ [Robert Morning Sky], Lakota, Maya, Navajo, etc.): Deren Überlieferungen besagen, dass sie selbst »von den Sternen« abstammen, und genauso selbstverständlich wie es »spiritual elders« gibt, findet man auch »star elders« und – außerirdische Besucher. Kein Wunder, denn es gehört ja eh alles zusammen im ganzen Universum.

Ende der MIRAbsturz der Mir – nachdem sie zuvor zerstört wurde, erschien sie nicht als »ein blauer Stern«, sondern eben als eine größere Anzahl blauer Sterne. Die Hopi wussten schon lange, wie so etwas aussieht …

Nicht nur der Maja-Kalender geht (2012) zu Ende, auch die Hopi sprechen von Ende des vierten Zeitalters und damit vom bevorstehenden Anfang des fünften. Acht von neun Anzeichen des Zeitalter-Wechsels haben sich bereits erfüllt. Das neunte lautet: »Etwas, was über der Erde schwebt, etwas in dem man wohnen kann, wird kaputt gehen und zur Erde stürzen und dabei aussehen wie ein blauer Stern« (die ISS vielleicht?). Ja, und wenn dann das fünfte Zeitalter anfängt, werden die Star Elders kommen und den Weißen Mann in eine höhere spirituelle Ebene bugsieren.

Einfach wird das nicht, kann allerdings nicht schaden …

 

Indianer, Inder und wir

Nun stehen die Hopi mit ihren außer- bzw. überirdischen Abstammungs-Legenden keineswegs alleine. Auch die Veden (eine Hochkultur, die vor 5000 Jahren im Indus-Ganges-Gebiet entstand) berichten in ihren heiligen Schriften von unterirdischen oder sub-irdischen Wesen (vgl. Armin Risi und seine phantasievolle Interpretation dieser Wesen als reptiloide Dracos), die im Dauer-Clinch mit, überirdischen oder außerirdischen Lichtwesen sowie ebensolcher Halbschatten-Wesen stehen. Alle diese Parteien beeinflussen die Menschheit seit jeher.

Ähnlichkeiten mit Himmels- und Höllenmächten unseres Kulturkreises nebst Eifersüchteleien zwischen Göttern (1. Gebot, Ba'al, Seth, Satan als »Anti-Gott«) sind offensichtlich.

Ist das nun ein Beispiel für Archetypen des menschlichen Unbewussten (siehe Carl Gustav Jung¹)? Wenn ja, dann gab es zumindest nach Jungs Lehre reale Ereignisse in der frühen Menschheitsgeschichte, auf die dieser gemeinsame Glaube zurück geht.

 

Robert Morning Sky

Ein Hopi, der die ersten Jahre seines Lebens ohne Kontakt zu den »Weißen«, dafür unter der Obhut von »sky warriers« aufgewachsen ist (ein Außerirdischer soll von Hopi gerettet und in der Gemeinschaft aufgenommen worden sein – nach einem UFO-Absturz 1947), nennt Namen. Da es kaum sinnvoll ist, Gerüchte aus dem Internet abzuschreiben, nur so viel:

Hopiein Hopi - Foto von 1906

Humanoide Lebewesen stellen im Universum die Regel dar, nicht die Ausnahme.

Die allseits bekannten kleinen Greys beuten das Gen-Potential der Menschheit aus, um selbst nicht auszusterben (weil hochgradig degeneriert). Ansonsten sind ihnen die Menschen kack-egal. Um ihren Plan betreiben zu können, arbeiten sie mit einschlägigen Regierungen zusammen, geben auch mal Technologie und Wissen dafür preis. Was sie nach Vollendung ihres Gen-Programms mit uns und der Erde vor haben, verraten sie nicht.

Die »Blauen«, von Menschen kaum zu unterscheiden (mit sehr heller, bläulich wirkender Haut), warnen davor, sich mit dem Greys einzulassen. Sie haben angeboten, uns bei der Lösung unserer Existenzprobleme zu helfen, unsere spirituelle, soziale und ökologische Evolution anzuschieben, aber vorher müssen wir unsere Atomwaffen abbauen. Dazu sind die, die uns regieren, natürlich niemals bereit.

Morning Sky behauptet weiterhin, die »Kornkreise« stellten Hopi-Symbole dar, und er könne die dahinter verborgene Nachricht ganz bestimmt entziffern, wenn er nur wüsste, in welcher Abfolge sie zu lesen seien.

Wir wissen nicht, ob Morning Sky ein Erleuchteter ist oder ein Durchgeknallter. Seine Geschichte passt leider zu gut zu unserer gegenwärtigen Situation: Kaum jemand zweifelt daran, dass es hinter der offiziellen Macht auf der Erde eine verdeckte gibt, eine globale »P due«. Wir streiten uns eigentlich nur, wer diese »P 2« ist: Illuminaten, Satanisten, Banker, »der Markt« – oder tatsächlich eine Macht, die nicht von dieser Welt ist?

Eine Macht, von der unsere irdischen Mächtigen im Moment zwar profitieren, die uns als Spezies aber einmal, wenn die heutigen Profiteure längst reich und tot sind, sehr gefährlich werden kann?

Eigentlich sollten wir hoffen, dass Morning Sky nur ein durchgeknallter Spinner ist und die »Macht hinter der Macht« nur aus Illuminaten, Satanisten und Bankern besteht.

 

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Informationsfreiheit

Smi²le hat sich »Informationsfreiheit« ganz dick ins Aufgabenbuch geschrieben. Gerade die UFO-Sache zeigt, wie wichtig das ist: Über das Thema »UFO« kann man heute kaum noch reden, ohne sich lächerlich zu machen. Dem Thema »Freiheit statt Totalüberwachung« geht es im Moment ganz ähnlich.

FOIA

»Freedom Of Information Act«, ein Gesetz, das es in den USA und in GB ganz ähnlich gibt, berechtigt jeden Bürger zur Einsicht in alte, ehemals geheime Regierungs-Akten. Dazu regelt es, dass alte Akten ihren geheimen Status nach einer bestimmten Zeit verlieren, sofern dieser nicht ausdrücklich erneuert wird.

Aufgrund dieses Gesetzes sind inzwischen große Mengen alter UFO-Akten veröffentlicht worden – die wirklich interessanten sind leider nicht dabei. Sie wurden erneut als »geheim« klassifiziert.

Begriffe: »Classified« heißt »geheim«, mit verschiedenen Zusätzen wie »eyes only« (niemandem weitergeben), »confidential« (vertraulich). »Declassified documents« sind keine deklassifizierten Dokumente (wie man oft lesen muss), sondern Akten, die ihren geheimen Status verloren haben.

Leider verwenden viele Leute bei Übersetzungen immer das Wort, das dem Original am ähnlichsten klingt, statt den tatsächlichen Wortsinn näher zu betrachten – davon darf man sich nicht werwirren lassen.

Die Scans haben also alle den Stempel »CLASSIFIED« drauf mit einem Zusatz, der die Geheimhaltungsstufe bezeichnet. Und um die Freigabe zu belegen, sind diese Stempel oft durchgestrichen und durch »DECLASSIFIED« oder »UNCLASSIFIED« ersetzt.

Zu allem Überfluss wurden Teile geschwärzt – ob schon vor der Archivierung oder erst zur Freigabe, ist unklar. Jedenfalls sind viele der veröffentlichten Akten deshalb unbrauchbar. Schade.

Auch die britische Regierung hat nun im Rahmen des FOIA-Gesetzes einige ehemals geheime UFO-Akten veröffentlicht, u.a. das "Rendlesham File", eine der prominentesten Sichtungen in Suffolk. Hier berichten Zeugen, darunter auch US-Offiziere, über Landungen eines hell leuchtenden Raumschiffs im Wald an zwei aufeinanderfolgenden Nächten. Das Verteidigungsministerium hielt den Vorfall aber nicht sicherheitsrelevant, hat nicht weiter ermittelt. Die Pdf-Dateien gibts beim Ministerium direkt – mod.uk¹ – allerdings nicht mehr an der Stelle der ursprünglichen Veröffentlichung. Doch ein Rückzieher, oder nur ein neuer Webdesign-Schlamper? Den wichtigsten Text, das Rendlesham-Protokoll, findet ihr jedenfalls bei uns (Inhalt - Phaenomene).

»Wenn du eines Tages einsiehst, dass du unter Paranioa leidest, bedeutet das keineswegs, dass du nicht verfolgt wirst«

Die Tatsache, dass viele interessante Links ganz plötzlich verschwinden, mag daran liegen, dass die Betreiber ihren Provider wechseln – dann helfen Suchmaschinen weiter (die Links bleiben im Zweifelsfall hier drin). Wer will, kann auch eine Verschwörung dahinter sehen. Vielleicht stimmt das ja in diesem Fall sogar.

 

Information und Desinformation

Offiziell, wir wissen das, gab es gar nichts. Keine besonderen Vorkommnisse, keine UFOs im Rahmen der bemannten Raumfahrt. Lichtpunkte stellen sich immer als gefrohrenes Astro-Pipi heraus; dazu gibt es bei der Nasa phantastische Beweisfotos. Nur häufen sich andererseits Berichte, die das Gegenteil aussagen. Manche, z.B. der von Autorin Popovich, mögen von mehr Phantasie zeugen als gut ist. Andere klingen geradezu überzeugend. Hier eine Auswahl:

Clark C. McClelland¹, ein langjähriger NASA-Mitarbeiter, wird von CNINews (1999) zitiert: »Am 9. April 1964 startete die Gemini-Titan I von Cape Canaveral aus. Sie war unbemannt (die Flugeigenschaften waren noch zu problematisch), zog aber großes Interesse 'anderer Intelligenzen' auf sich. … Als Gemini I in die Umlaufbahn eintrat, bemerkte das RCA World Tracking Team anhand der Daten, dass 'unsere' Kapsel nicht alleine war. Vier 'Besucher' waren da, man überprüfte die Systeme, als Grund konnten Geisterbilder und die Raketenstufen der Titan ausgeschlossen werden. Nach langem Diskutieren blieb nur eine Erklärung übrig: UFOs. … Offiziell verlautbarte die NASA, die Objekte seien Reste der obersten Stufe der Titan gewesen, die offensichtlich mit der Gemini in die Umlaufbahn gekommen waren. Ich war auf dieser Pressekonferenz, und ich hätte fast losgelacht. Wie konnte eine kaputte Raketenstufe die Kapsel überholen, kurz vor ihr langsamer werden und sie einen ganzen Umlauf lang begleiten? Aber ich beherrschte mich, um meinen Job zu behalten.« (engl.)

»Shape«-Oberstabsfeldwebel i. R. (Bob) Robert O. Dean¹ zitiert u.a. aus einem offiziellen Nato-Assessment von 1963 über die »außerirdische Bedrohung« und spricht über eigene Erfahrungen: »Als ich 1967 Shape (Strategic Headquarters, Allied Powers Europe) verließ, kannten wir vier verschiedene Gruppen [von Aliens]. Als ich 1976 in den Ruhestand trat, war es rund ein Dutzend. Kollegen, die noch dabei sind, reden von über 100 verschiedenen Gruppen da draußen, die ständig kommen und gehen. … Das ist das größte Ding der menschlichen Geschichte. Es sind nicht nur ein paar UFOs und dass wir mal Besuch hatten. … Die ganze Geschichte der Menschheit, auch die ganze Geschichte der Theologie sagt im Kern das Eine aus: Wir sind nicht alleine, wir waren nie alleine. … Es ist kein Gerücht, dass wir nur ganz knapp an einem dritten Weltkrieg vorbei gekommen sind. Und diese UFO-Sache hat mindestens ein halbes Dutzend Mal beinahe zu diesem Krieg geführt. … Es gibt da einen Haufen Cowboys, die komplett außer Kontrolle laufen. … Wir haben ein paar funktionierende »Star-Wars«-Waffen, und ein paar von diesen Idioten haben damit auf einige dieser Besucher losgeballert – eine verdammt gefährliche Situation.« (engl.)

Space WalkModell (Deutsches Museum München) eines Astronauten beim »space-walk«

Nochmal Dean¹ – Niemand in der Öffentlichkeit hat je eine Ausgabe dieses »Assesment« gesehen, doch Dean besteht darauf, zu wissen, dass wahr ist, was er gesehen haben will. Die UFO-Geheimnisse seien nur die Spitze des Eisbergs. Es ginge vielmehr um eine völlig neue Stufe des Wissens, das die Welt vollständiv verändern wird – oder auch zerstören: »Sie müssen bedenken, dass die Geheimdienste keinen festen Block darstellen. Es gibt eine Art Wettstreit zwischen CIA, NSA und DIA, und es geht um viel Geld. Die Frage 'Sollen wir [die Menschen] davon wissen lassen?' wird sehr kontrovers gehandelt, schon seit mindestens 25 Jahren. Im Moment heißt die Entscheidung immer noch: "Nein, wir können das nicht". … Roswell war die Spitze eines Eisbergs. Ich weiß von einem guten Dutzend solcher Bergungen, mit Körpern, mit Überlebenden, nicht nur Roswell. … Vor etwa 12 Jahren – ich weiß das aus mehreren Quellen – hat man in Los Alamos mittels Laser eine dauerhafte kontrollierte Kernfusionsreaktion hingekriegt. Schon dieses kleine Bisschen technologischen Wissens könnte die Weltwirtschaft komplett zusammen fallen lassen, denken Sie an Ölgesellschaften, Auto- und Stahlindustrie. Fusionstechnologie bedeutet endlose billige Energie.« … {Frage zum Thema »Freie Energie«} – Es gab ca. 1972 einen Absturz in Kingman, Arizona. Wir fanden Körper und Hardware, letztere in ziemlich gutem Zustand. Wissen Sie, was das Geheimnisvollste dabei war? Man fand kein Antriebssystem in diesem Schiff, keinen Motor. Wie konnte es fliegen, warum ist es abgestürzt, wie wurde es gesteuert? Meines Wissens hat man nie die Antwort gefunden.« … {Frage zu Krieg und Waffen} – »Wir haben thermonukleare Waffen, biologische Waffen, Partikelstrahl-Waffen, psychotronische Waffen. So können wir nicht weiter machen. Wenn wir das nicht ändern, geht das den Bach runter. Das wird das Ende dieser Spezies sein. Eine Fußnote im Großen Galaktischen Buch: »Die auf dem dritten Planeten haben es nicht geschafft, haben sich selbst zerstört.« Ich denke, das ist so schon abertausende Male passiert.« … »Jetzt sind wir an dem Punkt, wo wir es schaffen können, den Planeten verlassen, unseren Platz im Weltraum einnehmen unter den anderen Intelligenzen, oder wir werden uns selbst zerstören. Und diese Intelligenzen da draußen werden es nicht zulassen, dass wir "da raus kommen" mit unserer Kriegsmaschinerie im Handgepäck. Sie werden uns unter Quarantäne halten, bis wir uns zerstört haben oder bis wir mit dem nötigen Paradigmen-Wechsel in die Gänge kommen, auch wenn's weh tut. Und hoffentlich treten wir dieser Gemeinschaft bei.« (engl.)

Noch einer spricht nach vielen Jahren des Schweigens: Edgar Mitchell, Pilot der Landefähre bei Apollo-14 und Gründer eines Forschungsinstituts für paranormale Phaenomene. Er behauptet, Informationen aus erster Hand zu haben, die die Existenz und Alien-Herkunft der UFOs belegen (nicht aller, aber doch der wichtigsten, etwa Roswell – vgl. »UFO-Quotes«).

popovich etMarina Popovich¹, mit einem Kosmonauten verheiratete UdSSR-Testpilotin, stellt in »UFO Glasnost« (München 1991) dieses Foto vor, ein Geschenk von Prof. Dr. Feliks Sigel (UdSSR-Raumfahrtspezialist) und ein Original-Bild eines Wesens, das 1947 beim Roswell-Absturz geborgen worden sei. Sie bezeugt UFO-Nahbegegnungen, abgestürzte UFOs, ein gigantisches zigarrenförmiges Mutterschiff auf einem Foto des Marsmondes Phobos und noch viel mehr unglaubliche Dinge.

Donna Tietze¹: Emulsionsfehler werfen keine Schatten. Ein Interview über ihre Arbeit als Photolaborantin bei der NASA und den verbotenen Bereich, in dem Bilder zensiert wurden: »Wir retuschieren solche Dinge (Anomalien diverser Arten) raus«. Sie bezeugt überdies eine Aussage, nach der es für die Apollo-13-Heimkehr »fremde Hilfe« gab. (engl.)

 

Die FOIA-Datenbank des FBI

Dafür, dass angeblich nie etwas passierte, gibt es nach der Akten-Freigabe eine erstaunliche Menge an Stoff. Die Unterlagen sind original gescant, allerdings wild geschwärzt. Dazu gibt es einen Extra-Artikel von unserem Leser Daniel Guenther: »FBI-UFO-FAQ« (s. Inhalt). Dort sind in mühevoller Kleinarbeit die in den FBI-Akten datierten, aber nicht nach Sichtungs-Ort bezeichneten Vorkommnisse mit den aus der Literatur bekannten Fällen verglichen und zusammengeführt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – sie belegen, dass es sich jedenfalls nicht um freie Erfindungen handelt. Was wirklich dahinter steckt, und ob es nähere Erkenntnisse dazu gibt, verbleibt weiter unter erneuter Einstufung als »geheim« in den FBI-Tresoren.

Fazit: Die Leute wissen mehr als sie zugeben. Die Behauptung, es sei nie etwas an den UFOs dran gewesen, kann nicht mehr gehalten werden, auch wenn versucht wurde, die Akten vor ihrer Veröffentlichung durch Schwärzen relevanter Stichworte und Namen einer Auswertung zu entziehen.

Weiter unten (bei »Kecksburg«) seht ihr ein Blatt dieser Akten als Beispiel – um welchen Fall es sich dort speziell gehandelt hat, ist aufgrund der Schwärzungen nicht nachvollziehbar.

 

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UFO-Zwischenfälle

Hier die wichtigsten UFO-Zwischenfälle, die immer wieder zitiert werden, bzw. deren Kenntnis vorausgesetzt wird. Ob sie wie beschrieben, anders oder gar nicht stattgefunden haben, wissen nur die Augenzeugen. Doch die wollen oder dürfen meist nicht mit der Wahrheit rausrücken. Zu einigen dieser Geschichten gibt es eigene Artikel (s. Inhalt).

Mantell

AliensEiner der nettesten UFO-Comics, mit freundlicher Genehmigung von Piero Tonnin – www.pierotonin.com¹

In den Jahren 1947 bis 1952 erlebte die USA eine spektakuläre Welle von UFO-Sichtungen. Sie begann mit dem Bericht des Privatpiloten Kenneth Arnold über eine Formation aus neun Flugobjekten in »Untertassenform« am Mount Rainer, Washington State (ein 4000er, ganz im Nordwesten der USA). Nicht nur die Presse machte dies sofort zur Hauptschlagzeile, auch die US-Airforce war höchst alarmiert, und ihre geheime Projektgruppe »Sign« kam 1948 zu dem Schluss, dass es sich bei den UFOs um außerirdische Raumschiffe hantelte. Dem Pentagon passte das absolut nicht, denn die USA sollte ja die erste Macht des Universums bleiben, wies die Untersuchung zurück und feuerte die meisten Mitarbeiter. Aus »Project Sign« wurde »Project Grudge« (Hass, Groll, Missgunst) mit der obersten Direktive, alle UFO-Reporte nieder zu machen, als »Quatsch« zu entlarven (»debunk«). Trotzdem kamen mehr und mehr hohe Offiziere zu der Überzeugung, dass da irgend etwas im US-Luftraum nicht stimmt. Schließlich wurde »Grudge« personell verstärkt und umbenannt, so entstand das geheime »Project Blue Book« (als blue book bezeichnet man ein umfassendes Register oder eine Zusammenstellung aller technischen Details, analog zum Ausdruck »blue print« für einen Konstruktionsplan).

Ein aufstrebender USAF-Captain namens Edward J. Ruppelt wurde 1951 zum Supervisor ernannt und sammelte bis 1953 jedes Detail zum Thema. Er war kein »UFO-Gläubiger«, aber er arbeitete gewissenhaft und wahrheitsgetreu. Wenn es keine gesicherte Erklärung für einen Vorfall gab, wurde er als »unknown« oder »unexplainable« abgeheftet. Er untersuchte u.a. die »Lubbock Lights« (ein Professor der technischen Universität Texas sah die Lichter, einer seiner Studenten fotografierte sie), die »UFO Movies« (Amateur-Filmaufnahmen aus Utah und Montana, denen Analysten des Pentagon attestierten, sie seien echt, keine Vögel, Flugzeuge oder Ballons) und die »Invasion of Washington« 1952 (eine Sichtungswelle über der Hauptstadt, vom Flugradar dokumentiert; die Zeitungen waren voll davon, und der Präsi (Truman) ließ sich höchst persönlich von Ruppelt unterrichten).

Ruppelt verließ die USAF 1953, als man »Project Blue Book« wieder auf die Debunking-Linie zwang. Zum Leidwesen der Generalissimi veröffentlichte Ruppelt 1956 das Buch »The Report on Unidentified Flying Objects« (leider vergriffen und nie auf Deutsch erschienen), ein in Antiquariaten viel gefragter Klassiker zum Thema. Ein Kompendium, das Interviews, Hintergrundinformationen und Anekdoten von Piloten, Wissenschaftlern, Militärs und anderen Beteiligten umfasst, aus der Sicht eines »aufgeschlossenen Skeptikers«. Er beschreibt seine Erfahrungen und Untersuchungen, ohne irgendwelche wackeligen Erklärungen, was wohl hinter dem Phänomen verborgen sein könnte.

 

Science Explorer

Bei »Science Explorer«¹ werden die gegensätzlichen Positionen eindrucksvoll dargestellt:

Einerseits die Majestic-12-Papers¹, die für den damals gerade neu gewählten Präsidenten Eisenhower bestimmt waren und besagen, dass bei Roswell eine Flugscheibe mit vier nicht mehr ganz frischen (schon angeknabberten) Insassen geborgen wurde.

Andererseits der Bericht von Uli Thieme¹, der bei seinen Untersuchungen und Nachforschungen vor Ort zu dem Schluss kommt, dass das, was da abgestürzt ist, tatsälich ein Skyhook/Mogul war, ein Stratosphärenballon, von dem sich die Amis (mangels Satelliten) den Durchbruch in der Fernaufklärung erhofften. Aus dem »vielleicht ist das ja so eine Flugscheibe, von denen alle reden« und der militärischen Hochsicherheits-Hysterie kann sich schnell eine Legende bilden … oder ist Thieme den gründlichen Spuren-Aufräum-Aktionen der Debunker zum Opfer gefallen?

Roswell

Eines der bekanntesten Ereignisse ist der Roswell-Zwischenfall 1947 ('Area 51', New Mexico). Die USAF dementierte damals besonders plump, dass dort) ein havariertes außerirdisches Flugobjekt geborgen wurde und verhängte eiligst eine totale Nachrichtensperre. Inzwischen wurden dank des »Freedom of Information Act« einige Geheimakten freigegeben, allerdings bis zur Unbrauchbarkeit geschwärzt.

Die Amis haben damals an Stratosphärenballons gebastelt, die schwere Lasten tragen konnten, es gab noch keine Aufklärungssatelliten. Mag sein, dass damals wie heute einige der Sichtungen keine UFOs sondern geheime Militärdinger waren, aber selbst wenn man alles weg streicht, was vielleicht eine Verwechslung war, bleibt noch genug übrig (ich selbst [JK] habe erst einmal richtige UFOs gesehen, aber das war in Österreich, und in Österreich kann nun mal alles passieren).

Ab 1949 recherchierte der ehemalige Navy-Major Donald E. Keyhoe für das populäre Magazin »True« und für eigene Bücher zum Thema UFOs. Er kam zu dem Schluss, dass es sich dabei offensichtlich um Fluggerät außerirdischer Wesen handelte. Bestärkt wurde seine These durch unzähliche Berichte von USAF- und Navy-Fliegern, deren er trotz aller Geheimniskrämerei habhaft wurde. Um so erstaunter war Keyhoe, als er 1952 ins Pentagon eingeladen wurde, und man ihm dort Unterstützung für seine Forschungsarbeit zusagte, ihm auch tatsächlich umfangreiches Material überließ und ihm zu verstehen gab, dass auch die USAF davon ausging, dass es sich bei den UFOs um Objekte außerirdischer Besucher handelte. Das Ende der großen Desinformation und der Lügen schien gekommen.

Doch schon im August 1953 war es mit dieser Offenheit vorbei: Die Luftwaffe erhielt folgenden Befehl: »Sichtungen wenn irgend möglich geheim halten oder, wenn ein Bericht vorschnell an die Öffentlichkeit käme, ihn wegzuerklären – jedenfalls alles tun, um ihn so schnell wie möglichaus der Welt zu schaffen (Zeugen lächerlich machen usw.). Niemand außerhalb der USAF sollte Informationen bekommen, UFOs wurden zur militärischen Verschlusssache: »Erstens als eine mögliche Gefährdung der Sicherheit der USA und ihrer Streitkräfte, und zweitens zur Ergründung der damit verbundenen technischen Aspekte«. Damit gestand die USAF abermals ein, dass sie die UFOs für außerirdische Fluggeräte hielten, deren Technologie man sich möglichst schnell aneignen wollte. Zur Informationspolitik erging der Befehl: »Vertreter der Nachrichtenmedien über UFOs [nur dann] informieren, wenn das Objekt positiv als ein bekanntes Objekt identifiziert werden konnte.« … »Aufgrund der vielen unbekannten Fälle soll bei jenen Objekten, die nicht erklärt werden können, nur der Umstand, dass [die zuständige USAF-Behörde] die Daten analysiert, bekannt gegeben werden. Und so ist das bis heute. (vgl. air force regulation afr 200-2; joint army, navy, airforce publication janap 146). Damit werden UFO-Sichtungen aller Art zur Geheimsache.

Insofern ist nicht verwunderlich, dass alle möglichen Gerüchte kursieren: Die USA hätten in Roswell überlebende Aliens (einer emotionslosen, uns eher unfreundlich gesonnenen Art) geborgen und mit ihnen bereits vor Jahrzehnten einen Pakt geschlossen – geheime Zugeständnisse gegen Technologie – sich mit diesen dann überworfen hat, woraufhin man anfing, fieberhaft am 'SDI'-Projekt zu basteln. Gleichzeitig wurden Alien-Kriegsfilme in Auftrag gegeben, um die Menschheit schon mal unterschwellig auf das befürchtete Desaster vorzubereiten, während Flugzeugbauer angeblich mit Antigrav-Technologie experimentieren, für die es bisher keinerlei theoretischen Unterbau gibt. Das Beunruhigende an diesen Gerüchten ist, dass einige davon durchaus in sich stimmig sind.

 

Kingman, Arizona

20. Mai 1952, ähnliches Szenario wie in Roswell: Zeugenberichten nach soll hier ein UFO abgestürzt sein, diesmal allerdings nicht auf Privatgrund und ganz ohne Presse-Rummel. Die offizielle Seite dementiert natürlich.

Zuerst beschrieben wurde dies vom Zeugen Fritz Werner gegenüber dem Ufologen Ray Fowler im Juni 1973 (also noch vor der Wiederentdeckung des Roswell-Falls). Werner arbeitete als Spezialist für die Einschätzung von Explosionswirkungen am Nuklear-Testgelände in Nevada.

Werner wurde vom Teamleiter am 21 Mai auf einen Spezialauftrag geschickt. Er wurde mit einem Militärflugzeug nach Phoenix (Arizona) geflogen, und von dort aus in einem Bus mit geschwärzten Fenstern in, wie er meint, nord-westliche Richtung gefahren. Er wurde angewiesen, während der Reise mit niemandem zu sprechen. Nach vier Stunden erreichten die 16 Passagiere die Absturzstelle. Unter strikten Sicherheitsvorkehrungen konnten sie eine neun Meter durchmessende Flugscheibe ansehen, die sich in den Sand gebohrt hatte. Sie war mit Flutlicht beleuchtet und schien aus einem aluminium-ähnlichen Metall konstruiert. Sie sah relativ unbeschädigt aus. Eine kleine, offene Luke war erkennbar. Werner bekam die Aufgabe, aus der Situation an der Absturzstelle die Einschlagsgeschwindigkeit zu schätzen. Dann wurde ein Interview aufgezeichnet, anschließend ging es zurück in den Bus. Dort sprach er mit einem anderen Mitglied des Teams. Der Mann erzählte, er hätte zwei kleine Sessel in der Kabine des Flugscheibe gesehen. Daraufhin wurden die beiden schnell voneinander getrennt. Alle Fragen, die »nicht relevant für Werners Arbeit« waren, wurden vom kommandierenden USAF-Colonel ignoriert. Bevor Werner einen Geheimhaltungs-Eid unterschrieb und dann weg gebracht wurde, konnte er einen kurzen Blick in ein Zelt erhaschen. Dort sah er kurz den Körper eines Wesens von ca. 1,20 m Größe, mit einer silbrigen, einteiligen Montur.

Fowler checkte Werners Hintergrund; er und alle seine Kollegen waren von dessen Integrität überzeugt. Später bekam Fowler dessen Tagebuch-Eintrag vom 21. Mai 1953 zu Gesicht. Da stand: »4:30 Uhr auf der Indian Springs Air Force Base aufgelesen für einen Job, über den ich nicht sprechen darf.«

Ein anderer Zeuge berichtete Len Springfield im Jahre 1977, wie er 1953 auf der Wright Patterson Airforce Base (Dayton Ohio) sah, wie Material von einem Ufo-Absturz »in Arizona, in der Wüste« angeliefert wurde. Er sagte, die Leichen von drei Wesen von ca. 120 cm, gelagert auf Trockeneis, seien geborgen worden. Im Wrack sei eine Art Schrift »ähnlich wie Sanskrit« zu sehen gewesen.

Ein fast identische Geschichte wurde dem Ufologen Carles Wilhelm 1966 erzählt, von einem Mann, der diese als Sterbebett-Geständnis seine Vaters vernommen hatte. Die Beschreibung der Scheibe, der Körper, die Datierung auf 1953 und der Ort Wright-Patterson passten alle zu den anderen Berichten.

Der früheste Bericht zu diesem Crash-Retrieval jedoch scheint 1964 gegenüber dem MUFON-Ufologen Richart Hall gewesen zu sein, von einem späteren Vietnam-Befehlshaber. Hall dazu: »Ich kann mir keinen weniger wahrscheinlichen Hoaxer (Hoax = Gerücht, Zeitungs-Ente) vorstellen«. Der Mann sprach über einen Flugscheiben-Absturz 1953 in Arizona, aus dem kleine Körper geborgen wurden. Wieder waren die Beschreibung der Scheibe und der Körper außerordentlich konsistent.

Leider werden uns von offizieller Seite Märchen erzählt, immer noch. Wenn da geheimes Kriegsmaterial abgestürzt ist damals, wäre das doch jetzt, 50 Jahre später, so veraltet und unwichtig, dass man offen darüber reden könnte. Doch nichts desgleichen. Was bleibt: Einerseits die Mauer des Schweigens, andererseits Zeugenberichte, die übereinstimmen und beängstigend glaubhaft klingen. Immerhin handelt es sich nicht um irgendwelche profilierungssüchtige Deppen, sondern um hochbezahlte Spezialisten, die man an die fraglichen Orte eingeflogen hat. Uns gibt das jedenfalls zu denken.

 

Kecksburg, Pennsylvania

9. Dezember 1965, nochmal ein ähnliches Szenario, immerhin sieben Jahre nach dem Höhepunkt der UFO-Sichtungen: Diesmal können wir die Beschreibung kurz fassen: Mit einem mächtigen Lichteffekt-Schauspiel stürzt ein glocken- oder eichelförmiges Etwas von der Größe eines VW-Käfer ab, mitten in der Ortschaft. Es gibt viele Zeugen. Militär kommt und birgt eilig. Zuerst ist die Rede von einem Meteor, wenig später wird der Vorfall komplett dementiert.

FBI FOIABeispiel eines Blattes aus den FBI-Akten, die aufgrund von »FOIA« veröffentlicht wurden. Durch die vielen Schwärzungen sollte die konkrete Zuordnung der Fälle verhindert werden – teils gelang dies dennoch, dank gut recherchierter Angaben in der UFO-Literatur.

Ab 16:45 am 9. Dezember 1965 beobachteten hunderte von Zeugen im südlichen Canada, in Michigan, Ohio und Pennsylvania, wie ein Ufo abstürzte. Von den vielen Beschreibungen einer feurigen Masse her gab es anfangs wenig Zweifel, dass das ein heller Feuerball-Meteor war. Das Objekt zeigte einen klaren Kurs, bewegte sich von Nord-West nach Süd-Ost. Insgesamt dauerte die Passage über 6 Minuten, was auf eine Geschwindigkeit hindeutet, die viel zu gering für einen Metror wäre. Die Sichtungen schlossen nicht nur Zeugen am Boden ein, die den Feuerball, die Rauchfahne und abfallende Stücke beobachteten, sondern auch Piloten von Verkehrsflugzeugen, die von Schockwellen durchgeschüttelt wurden, als das Objekt ihren Kurs passierte. Das wichtigste Argument gegen die Meteor-Hypothese war die Tatsache, dass auf den letzten Kilometern das Objekt die Richtung wechselte, ostwärts drehte, ganz ähnlich wie in Tunguska 1908 beobachtet.

Mehrere Personen in Kecksburg, Pennsylvania sahen und hörten dann das Objekt in ein Waldgebiert in der Nähe stürzen. Bei der örtlichen Polziei gingen etliche Anrufe ein, die einen Flugzeugabsturz meldeten. Polizei und Feuerwehr machten sich sofort auf zu dem Waldgebiet. Sie wurden auf dem Weg zur Absturzstelle geschlagen von einer Militäreinheit, die das Kommando übernahm und offensichtlich alles über den Absturz wusste. Den Polizisten und Feuerwehrleuten wurde befohlen, das Waldgebiet zu verlassen. Ein paar Stunden später sagten ihnen die Militärs, sie hätten nichts Es handle sich wohl um einen Meteoritern, und so sollte jeder wieder zu Bett gehen. Um 2 Uhr nachts verließ auch das Militär des Gebiet. Der Fall geriet zunähst, ganz ähnlich wie bei den Crash-Retrievals von Roswell und Rendlesham, in Vergessenheit.

Die Feuerwehrleute James Mayes und Melvon Reese erzählten dem Ufo-Forscher Clark McClelland 1980, sie wären bis auf 60 m an die Absturzstelle herangekommen, wo sie von der Militäreinehit aufgehalten wurden. Sie konnten blaue Lichter erkennen, aber es gab kein Feuer in dem Wald. Es war ein Objekt erkennbar, das duch die Bäume gecrasht war und sich in den Boden gebohrt hatte. Myers sah einige Stunden später einen Tieflader den Wald verlassen, beladen mit einem Objekt, welches durch eine Plane verhüllt war. Ein anderer Feuerwehrmann, Pete, beschrieb 1987 gegenüber Stan Gordon, einem angesehenen Paranormal-Forscher, dass sich ein großes Objekt, etwa glockenförmig, tief in den Boden gebohrt hatte. Pete sagte, das Objekt schien in einem 30-Grad-Winkel heruntergekommen zu sein, Baumkronen abgerissen sowie nahe der Absturzstelle einen Baum komplett entwurzelt zu haben. Auf der Seite liegend konnte man auf seiner Bodenseite Bildsymbole »wie Hieroglyphen« erkennen.

Da die Militärs in der Feuerwache diverse Kommunikationseinrichtungen aufgebaut hatten, u.a. mit NORAD kommunizierten, gab es Vermutungen, dass der sowjetische Satellit Cosmos 96 hier abgestürzt und geborgen worden war. Jedoch, Cosmos 96 trat um 3:15 nachts in die Atmosphäre ein, war also etwa 13 Stunden zu früh für dies Ufo-Ereignis.

Zu dieser Zeit wurden Spionageflugzeuge und Raumkapseln entwickelt (am 14.12. ging z.B. über dem Schwarzen Meer ein Höhenaufklärer RB-57 verloren). Möglich, dass ein sehr irdischer Flugkörper dort abgestürzt ist, allerdings stört im Fall Kecksburg das übliche kleine Detail: Während damalige Geheim-Flugzeuge nebst Unfällen heute der Öffentlichkeit bekannt gegeben wurden, bleibt dieser Fall weiterhin Geheimsache.

Dafür, dass »nichts« geschehen sein soll, gibt es zu viele Zeugen. Es scheint so, dass ein paar davon schon vor dem Militär-Kommando am Ort des Geschehens waren: Romansky, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, sah den Absturz aus nächster Nähe. »ein großes, riesiges Stück Metall steckte im Schlamm … wie Gold oder Kupfer, gelblich und absolut geräuschlos. Es hatte hyroglyphen-ähnliche Schriftzeichen darauf. Niemand hat es angefasst. Ich rannte außenrum, suchte nach Leichen von Piloten, fand aber keine. Und es gab keine angebrochene oder lose Teile. Es gab keine Nieten, keine Luken, keine Möglichkeit, hinein oder heraus zu komen. Dann kamen zwei Typen mit Armeefrisur und Trenchcoat aus der Dunkelheit und herrschten uns an: 'Das hier steht unter Quarantäne, hauen Sie ab, aber schnell!' – Wenig später waren alle Spuren restlos beseitigt.«

Die Aktenlage der USAF: »Ein Drei-Mann-Team der Oakdale-Radarstation kam von dort in den frühen Morgenstunden zurück und hatte nichts gefunden«.

Der damalige Lokalreporter Robert Gatty: »Da waren Militärs jeder Gattung. Sie haben mich nicht vorbei gelassen.«

 

Rendlesham

Nahe des beschaulichen britischen Städtchens Rendlesham wurde möglicherweise ein abgestürztes UFO geborgen. Wichtige Teile der heraus gegebenen Akten sind geschwärzt. Wir haben offizielle und inoffizielle Darstellungen in einem eigenen Artikel zusammengefasst (s. Inhalt).

 

US-Raketenstützpunkte und UFOs

Im Juli 2008 gab es beim CNN in der »Larry King Show« eine Folge über UFOs und US-Raketenbasen – u.a. mit dem Autor Robert Hastings. Mehrere ehemalige USAF-Offiziere kamen zu Wort. Einvernehmen bestand darüber, dass es etliche Zwischenfälle gab, bei denen UFOs die Steuerung der Raketenbasen außer Betrieb setzten – allerdings auch Alarme auslösten, die geeignet waren, den dritten (und vorerst letzten) Weltkrieg toben zu lassen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass alles nur Einbildung war, so war die Lage damals höchst brisant. Ein Glück, dass wir das überlebt haben, und dass unsere Selbstvernichtungs-Maschine nicht losgegangen ist.

Links: (Artikel, dt.) grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com¹, (script, en.) CNN¹.

Zitat des USAF-Offiziers Bob Jamison dazu – dem die Befehlshaber ausdrücklich das UFO als Ursache der Raketen-Fehlfunktion angaben: »[Fehlfunktionen] gab es nicht. Wenn, dann ganz selten. Aber nie von zweien zugleich, erst recht nicht von zehn.« Er besteht darauf, dass 1967 ein UFO alle zehn Raketen des Stützpunktes gleichzeitig außer Betrieb gesetzt hat.

Dafür, dass es anheblich keine UFOs gab, ist das eine gute Ausbeute, meint die Redaktion.

 

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Die UNO-Petition von Gordon Cooper, 1978

Botschafter Griffith
Gesandtschaft von Grenada bei den Vereinten Nationen
866 Second Avenue
Suite 502
New York, New York 10017

Sehr geehrter Botschafter Griffith:

Ich möchte ihnen meine Ansichten über außerirdische Besucher mitteilen, im Volksmund als UFOs bezeichnet,und vorschlagen, was getan werden sollte, damit sie richtig behandelt werden.

Ich glaube, dass diese außerirdischen Fahrzeuge und ihre Besatzungen diesen Planeten von anderen Planeten aus besuchen, die offensichtlich technisch etwas weiter fortgeschritten sind als wir hier auf der Erde. Ich habe das Gefühl, dass wir ein auf höchster Ebene koordiniertes Programm benötigen, umd die Daten von jeder Art von Begegnung weltweit wissenschaftlich zu sammeln, zu analysieren und zu bestimmen, wie wir ihnen am besten in einer freundlichen Art und Weise begegnen. Möglicherweise müssen wir ihnen erst zeigen, dass wir gelernt haben, unsere Probleme auf friedlichem Weg zu lösen, anstatt Krieg zu führen, ehe wir als voll qualifizierte Team-Mitglieder im Universum aktzeptiert werden. Diese Akzeptanz zöge für unsere Welt ungeheure Möglichkeiten des Fortschritts auf allen Gebieten nach sich. Gerade deshalb sollte die UNO ein starkes Interesse daran haben, diese Angelegenheit angemessen und schnell in die Hand zu nehmen.

Ich sollte darauf hinweisen, dass ich kein erfahrener, professioneller UFO-Forscher bin. Ich hatte bisher weder das Privileg, ein UFO zu fliegen, noch die Besatzung eines solchen zu treffen. Ich fühle mich aber deshalb qualifiziert, diese Themen zu diskutieren, weil ich zumindest schon an den Rändern der riesigen Gebiete gewesen bin, die sie bereisen. Ebenso hatte ich 1951 die Gelegenheit, zwei Tag lang viele ihrer Flüge zu beobachten, Objekte verschiedener Größe, Flüge in Gefechtsformationen, immer von Ost nach West über Europa. Sie bewegten sich in einer größeren Höhe als wir mit unseren damaligen Kampfjets fliegen konnten.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass die meisten Astronauten sich weigern, über UFOs auch nur zu diskutieren, wegen der vielen Menschen, die rücksichtslos falsche Geschichten verkauften und falsche Dokumente produzierten, indem sie ihre Namen und ihr Ansehen ohne Bedenken ausnutzten. Diese wenigen Astronauten, die weiterhin an der UFO-Thematik interessiert bleiben, mussten sehr vorsichtig sein. Es gibt einige von uns, die an UFOs glauben und die Gelegenheit hatten, ein UFO vom Boden oder vom Flugzeug aus zu beobachten.

Falls die UNO zustimmt, dieses Projekt weiter zu verfolgen, und ihre Glaubwürdigkeit dafür verwendet, könnten vielleicht viele weitere, qualifizierte Personen vortreten und ihre Hilfe und ihre Informationen anbieten.

Ich freue mich darauf, Sie demnächst zu treffen.

Hochachtungsvoll, L. Gordon Cooper

Col. USAF (AD), Astronaut

 

 

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Busted Alien Technology

Wenn abgestürzte UFOs geborgen wurden, liegt es nahe, zu untersuchen, ub deren Technologie in irgend einer Weise abgekupfert wurde. Transistoren waren das erste Ziel dieses Verdachts; jedoch war deren Prinzip schon lange bekannt; es fehlte lediglich die produktionstechnische Umsetzung. Interessant, wenn auch nicht unumstritten, ist die Geschichte mit einem riesigen, hoch geheimen Antigrav-Flugzeug.

TR-3B

Nachdem schon der Stealth-Fighter F-117A »Nighthawk« sechs bis acht Jahre bei der Air Force im Dienst war, bevor die Öffentlichkeit davon in Kenntnis gesetzt wurde, soll wieder ein hoch geheimer Vogel den Luftraum unsicher machen: TR-3B, ein dreieckiges, total aerodynamisch hirnrissiges Flugobjekt. Gerüchten zufolge sei er mit geklauter Alien-Technik voll bis zum Rand, fliegt mit einer Anti-Schwerkraft-Technik, deren theoretischer Unterbau uns komplett fehlt. die Größenangaben schwanken; bis zu 100 m Kantenlänge soll es haben; dagegen wirkt ein A-380 fragil und winzig. Die Energiequelle sei atomar, und Kernstück sei eine Art Zyclotron, der allerdings keine Elementarteilchen beschleunigt, sondern höchst schwierig zu beherrschendes, sehr heißes Plasma relativ schwerer Elemente. Dessen Rotation soll die Schwerkraftwirkung weitestgehend kompensieren, so dass sich das Monster mit relativ schwachen Steuer-triebwerken zu unglaublichen Flugmanövern hinreißen läßt. Kaum erwähnt, muss der Antigrav-Reaktor gleichzeitig die träge Masse kompensieren können, damit das klappen kann.

Gegen dessen Existenz spricht, dass trotz Besitz dieser Technik noch konventionelle Flieger entwickelt werden, – doch das ist bei anderen Fortbewegungsmitteln nicht anders. Warum baut man »SUV«-Automobile, wenn Leichtbau und Hybridantrieb verfügbar sind?

Auch die Frage, warum man mit den Dingern über dicht besiedeltes Gebiet fliegt, wenn man sie doch geheimhalten will, ist berechtigt. Vernünftig ist das nicht. Aber vernünftig ist vieles nicht, was dennoch getan wird.

Wenn jedoch die häufig gesichteten dreieckigen Flugobjekte keine geheimen TR-3B sind, dann kommen sie nicht aus ebenso geheimen US-Labors, sondern ganz woanders her. UFOs eben.

 

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Wunderwaffen?

f51das schnellste Jagdflugzeug der USA im II. Weltkrieg, die F51 Mustang

In den letzten Kriegsjahren, als die Lage immer aussichtsloser wurde, schwadronierte Hitler in seinen Rundfunkansprachen an das Volk regelmäßig von der »Wunderwaffe«, die den »Endsieg« noch ermöglichen sollte. Wirklich geglaubt hat ihm das eigentlich niemand … aber man konnte ja nie wissen: Im Mai 1944, drei Monate vor deren ersten militärischen Einsatz, bargen polnische Untergrundkämpfer einen fehlgeleiteten Prototyp der V2-Rakete und stellten ihn den Engländern zur Verfügung. Man wusste auch von anderen geheimen Flugmaschinen-Entwicklungen NS-Deutschlands (Versuche mit Kreisel-Flugscheiben, Heinkels Düsentriebwerke), ebenso von einem Versuchs-Atomreaktor in Gottow bei Berlin.

Zur gleichen Zeit dominieren ominöse UFOs den Feierabend-Himmel über den USA von Aa Junction (Arkansas) bis Zyba (Kansas). Die Russen waren damals noch Verbündete der USA, – also konnten die »foo fighters« nur von den »Krauts« kommen. Wie immer, ist der derzeitige Gegner an allem schuld oder jedenfalls höchst verdächtig.

Daraus spinnen nun interessierte Kreise die Story, man habe im III. Reich tatsächlich Flugscheiben besessen (überschall-schnell, eventuell sogar Weltraum-tauglich, mit denen soll sich der Führer dann hinter den Mond abgesetzt haben und so weiter). Nun, wir sagen ja immer, wir wollen die Wahrheit wissen. Also auch in diesem Fall.

An was wurde wirklich gebastelt, was funktionierte tatsächlich, was war verfügbar?

Raketen

Die Führung hielt am Prinzip des von einem heroischen Piloten gesteuerten Fliegers fest. Die Idee, dass eine unbemannte Rakete unter Berechnung von Zielentfernung, Wind, Schub und Anstellwinkel beim Start ohne weitere Steuerungskorrekturen ein weit entferntes Ziel recht exakt treffen könnte, ging den Machthabern nicht unter die Mütze. Erst als der Krieg bereits so gut wie verloren war, ließ man sich vom späteren Apollo/Saturn-Konstrukteur Wernher von Braun per Augenschein überzeugen und fing mit der Produktion an. Man konnte damit dann zwar große Schäden in der zivilen Bebauung Londons anrichten, verkannte aber völlig die Chance, mit solchen Raketen binnen Kurzem die gesamte alliierte Luftstaffel zu vernichten. So kam es zu der perversen Situation, dass es unter den Zwangsarbeitern, die die Dinger montieren mussten, mehr Todesopfer gab als unter denen, die bschossen wurden.

me626die ME-262 kam nicht mehr nennenswert zum Einsatz.
Man beachte das Profil des Rumpfes (im Längsschnitt), das für zusätzlichen Auftrieb sorgte

Düsenflugzeuge

Ernst Heinkel und Hans von Ohain bauten und erprobten erste Strahltriebwerke, später auch BMW. Doch die allgemeine Materialknappheit ließ keine Großserie zu; außerdem verkannte man in Berlin die offensichtlichen Vorteile solcher schnellen und wendigen Flugzeuge: Der Propellerantrieb hat physikalisch bedingte Grenzen – wenn die Propellerspitze schneller wird als die Schallgeschwindigkeit, wirken enorme Kräfte auf das Material. Testflieger schafften etwas über 700 km/h, Serienmaschinen nie. Die ersten Flugzeuge mit Strahltriebwerken kamen locker auf solche Geschwindigkeiten.

Damit kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte, die dagegen sprechen, dass die »Foo-Fighters« oder auch nur ein paar davon geheime deutsche Flugapparate waren, wie van Helsig und Konsorten uns weis machen wollen: Hitler erkannte die Überlegenheit dieser Entwicklung nicht – soll aber Raumschiffe gehabt haben? Wie passt das zusammen?

Das Uranprojekt

Obwohl nahe Berlin ein Versuchsreaktor gebaut wurde, verhinderte die offizielle Lesart, es handle sich hierbei um »jüdische Physik«, dass bestehende Erkenntnisse deutscher Wissenschaftler zum Besitz der Atombombe führten. Oppenheimer und Kollegen, die per Petition die Entwicklung der US-Atombombe forderten, hatten durchaus begründete Angst, dass Deutschland die Technologie zu deren Herstellung besaß – schätzten allerdings die Borniertheit und die wissenschaftliche Unbedarftheit der politischen Führung falsch ein. Es gab schon aus dem Grund keine deutsche Atombombe, weil die Führung deren Bau behinderte.

Computer

Konrad Zuse musste seinen programmierbaren Universalrechner aus geschnorrten alten Telefonrelais zusammenlöten – die Vorteile einer solchen Maschine allein schon in der Chiffrierung von Kommunikationskanälen oder gar in der Logistik des Nachschub-Wesens hat kein Mensch kapiert.

Zum Glück ist die Sorte Mensch, die nach Allmacht strebt, auch ein klein wenig bescheuert.

Flugscheiben

In der Tat wurde mit Flugzeugen in Scheibenform experimentiert. Man erhoffte sich bessere aerodynamische Eigenschaften bei Seitenwind, erreichte aber nie stabile Flugeigenschaften wie bei der konventionellen Tragflächen- und Leitwerk-Anordnung. Auch Versuche mit Kreiseln als Stabilisatoren gingen schief – das vorhandene Material hielt den auftretenden Kräften nicht stand.

Es gab niemals besagte »Reichsflugscheiben«. Die angeblichen Konstruktionspläne, die im Internet kursieren, sind eine plumpe Fälschung und ganz bestimmt nicht Werk eines Ingenieurs. Ähnliches gilt für angebliche Flugzeugträger – die gab es nur in Vorentwürfen; die Technik war dazu noch nicht reif, außerdem fehlte es an Baumaterial für solche aufwändigen Projekte. Deutschland hatte sich mit dem Krieg komplett übernommen, war in allen Belangen absolut am Ende.

Die Geheimniskrämerei im Zusammenhang mit dem »kalten Krieg« der USA gegen die UdSSR hat verhindert, dass wichtige Fakten um das »III. Reich« in der neuen Bundesrepublik (ebenso der DDR) veröffentlicht wurden. So kam es, dass sich die Wunderwaffen-Mythen bis heute halten konnten. Der meist miserable schulische Geschichtsunterricht über diese Epoche tat ein weiteres dazu.

 

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Anthropozentrik – der politische Faktor

Eine Pressemeldung, die mit etwas Verspätung durch die Blätter ging, weist auf die Forschungsergebnisse der Politologen Alexander Wendt (Ohio State University) und Raymond Duvall (University of Minnesota) hin: Die Menschheit hat Probleme mit dem Gedanken an Außerirdische, da sie sich und ihre Staaten als souverän betrachtet und sich selbst als Mittelpunkt ihres Weltbildes sieht: »Sovereignty and the UFO«¹ (en), vgl. a. »UFO-Ignoranz ist politisch motivert«¹ (exopolitics.org). Hier eine verkürzte Zusammenfassung der Thesen:

»Der moderne Souveränitätsbegriff ist anthropozentrisch, bezieht sich nur auf die Menschheit selbst. Obgleich es sich nur um eine metaphysische Annahme handelt, ist die Antropozentrik Grundlage der modernen Staaten und ihrer Macht. Die Grenzen der Macht sind klar ersichtlich, wenn wir die Tabuisierung des Ufo-Themas betrachten: Ufos wurden niemals systematisch von staatlicher oder wissenschaftlicher Seite her untersucht, weil angenommen wird, dass keines der Phänomene außerirdischen Ursprungs sei. Faktisch weiß man das jedoch nicht, was angesichts der denkbaren 'ET'-Hypothese Fragen bezüglich der Tabuisierung aufwirft. Als Lösung dieser Frage kommt nur der funktionale Imperativ der anthropozentrischen Souveränität in Frage, die Ufo-Ignoranz ist also politisch motiviert. Ergebnisse der Ufo-Forschung könnten die Grundlagen der Staatsmacht untergraben, die Erkenntnis über nicht-irdische Mächte zum Machtverlust führen.«

Die Diskussion über das Ufo-Phänomen geht also in eine neue Runde, auch von Seiten anerkannter Wissenschaftler her. Es stimmt also nicht, dass, wie die 'debunker' behaupten, nur ein paar unverbesserliche Spinner die 'ET'-Hypothese ernsthaft in Betracht ziehen.

Das Thesenpapier passt im übrigen sehr gut zu der Panik, die bei der USAF ausbrach, als es in den 1940ern zu massenhaften »foo-fighter«-Sichtungen kam …