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10.12.2003 - Intelligence Increase

BIOFEEDBACK


Als Hilfe bei Meditationsübungen bietet sich Biofeedback an. Darunter versteht man, dass Körpersignale sichtbar gemacht werden, die der Einzelne sonst nicht unmittelbar wahrnimmt, beispielsweise Hautwiderstand, Pulsfrequenz oder Gehirnströme.


Gehirnströme

Es gibt zahlreiche Geräte und auch Bausätze, die solche Rückkoppelung über Puls oder Hautwiderstand realisieren. Leider sind diese Parameter nicht besonders signifikant. Viel interessanter sind die Wellenmuster der Gehirnströme.

Hier ordnet man verschiedenen Frequenzbereichen der Aktivität bestimmte Bewusstseins-Zustände zu (wie immer, vereinfachend):

Natürlich variieren die Zuordnungen bei verschiedenen Quellen. Das soll uns aber nicht weiter stören. In den für uns interessantesten Punkten sind sich insbesondere die Neurophysiologen einig, sie erreichen per Biofeedback und Training des Alpha-Zustands gute (und vor allem: reproduzierbare) Ergebnisse etwa bei der Behandlung von Epilepsiepatienten.

Für Meditationsübungen wäre insbesondere ein Gerät interessant, das uns mitteilt, wenn wir aus dem 'wachen' Beta-Zustand in den 'versunkenen' Alpha-Zustand überwechseln. Mehr braucht es gar nicht – wer einschläft, ist für Biofeedback sowieso nicht mehr zugänglich.

An dieser Stelle sei ganz deutlich darauf hingewiesen, dass Alpha-Aktivität nicht unbedingt 'Meditation' bedeutet. Viele Quellen machen sich über eine derartige Gleichsetzung lächerlich, ohne zu merken, dass sie genau damit eben diese Gleichstellung vornehmen. Das Alphawellen-Feedback soll einzig dem Meditierenden signalisieren, in welchem Zustand er sich gerade befindet. Mehr nicht.

Es gibt EEG-Peripherie zum Anschluss an einen PC. Der stört aber beim Meditieren. Wir brauchen also etwas Kleines, Unauffälliges, mit einer Leuchtdiode. Rot bedeutet 'offline', gelb 'Beta' und grün 'Alpha'. Im Prinzip kein Problem, selbst wenn man Filter einbaut, die Hausstrom- und Bahnstrom-Frequenzbereich (50 und 16 2/3 Hz) herausfiltert. Nur liegen die Hirnströme leider im Mikrovoltbereich. Die Ströme können bisher nur über Frankenstein-Helme abgegriffen werden, was für Meditationsübungen natürlich völlig ungeeignet ist.

 


SMILE

SMI²LE will insbesondere auch solche Ideen fördern, incl. technischer Umsetzung und Produktion. Wer also irgend eine Idee hat, oder irgend etwas gelesen hat, wie man außer mit derartig schwerer Hardware an die Gehirnströme kommt, oder an Parameter, die direkt davon abhängen, soll sich doch bitte mit uns in Verbindung setzen. Die Nachfrage ist groß, auch im therapeutischen Bereich.

Musiktherapeuten (und auch althergebrachte Rituale z.B. Klangschalen, 'Ommmmm') gehen den Weg in umgekehrter Richtung. Sie versuchen, über akustische Reize mit deutlichem Frequenzanteil im Alphawellen-Bereich (etwa Schwebungen bei Orchestermusik) per Resonanz zu entsprechenden Gehirnaktivitäten zu gelangen. Da solche tiefen Töne nicht mehr direkt hörbar sind, lachen unsere Koniph … sorry, Koriphäen gerne über solche Dinge. Doch die Erfolge sprechen gegen die Lacher.

Amerikanische Sicherheitsfetischisten behaupten gar, aus den Hirnstrommustern das 'Böse' herauslesen zu können und wollen damit Flughäfen überwachen. Dafür brauchen sie natürlich eine wesentlich feinere Auflösung der Messwerte als wir für unsere Meditationhilfen, und scheitern bisher an der Aufgabe, diese winzigen Ströme kontaktlos abzutasten. Wird wohl nicht klappen, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit: »Weißer Mann macht immer zu großes Feuer«.

 


Literatur:

David Boxerman, Aron Spilken:

Gerhard H. Eggetsberger, Karl-Heinz Eder:

Peter Lay:

Hans Zeier:

 


JK

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