Hubble Deep Viewnear-infrared image of Hubble Ultra Deep Field region, Nasa ...¹ (zur nicht-kommerziellen Verwendung freigegeben)

Literaturempfehlungen Science Fiction / SF – von Herlu, dem Sammler aller Bücher …

 

Literatur – Science Fiction / SF … Autoren und Titel

Zukunftsromane sind nichts neues, so ist etwa »Utopia« schon 500 Jahre alt. Damals wurden neue Erdteile entdeckt, das Thema passte sehr gut zum Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit. Kein Wunder, dass es unter der neuen Bezeichnung ›science fiction‹ mit der fortschreitenden Industrialisierung, mit Flugzeug- und Raketen-Technik (vgl. die Schriften von Oberth & Co in den 1920ern) erneut an Bedeutung gewann und mit dem Beginn der Raumfahrt (1957: Sputnik 1) einen Höhepunkt erlebte.

Somit ist Sci-Fi eines der Schlüssel-Themen des 20. Jahrhunderts, auch wenn der klassisch orientierte Bildungsbürger darüber gerne die Nase rümpft.

Klassiker haben nun mal gegenüber zeitgenössischen Autoren und Künstlern den Vorteil, dass vorwiegend ihre guten Werke erhalten wurden, während von letzteren auch der Schrott in den Regalen rumsteht.

 
... ein kurzer Überblick zu den Highlights des Genres, von einem Enthusiasten nicht nur für Enthusiasten ...

Verglichen mit anderen Genres wie z.B. dem Western oder Krimi ist die SciFi flexibler, offener, galaktischer, dem Zeitalter von Quantenphysik und Weltraumfahrt einfach angemessener.

Von der Space-Opera bis zur Zeitreise-Geschichte spannt sich ein großer, spannender Bogen mit einem Kaleidoskop spannender denkbarer möglicher Zukunfts-Visionen.

Für mich ist die Sci-Fi die spannendste und aufregendste aller Literatur­gattungen-- Herlu

Kategorien

Um die Sci Fi zu sortieren, habe ich (obwohl jede Kategori­sierung künstlich ist) folgende Einteilung gewählt:

 
Links (zu Amazon de/en)

Die Links sind hinzugefügt, um via Amazon an die Leser-Rezensionen zu kommen. Teils sind hier Fans und Enthusiasten am Werk. Auch eine Rezension mit nur 1 oder 2 Sternen kann etwas zu dem entsprechenden Werk aussagen.

Stellenweise ist die Liste ein bisschen ›denglisch‹ geworden. Einige der Werke sind nie ins Deutsche übersetzt worden, andere gab es nie auf Englisch.

Ich habe mich auch inspirieren lassen von im Internet verfügbarer Sekundär­literatur, auch Leser-Rezensionen, hatte keine Scheu, gelungene Passagen zu übernehmen: Dies hier hat ja keinen wissenschaftlichen Anspruch, soll schon gar keine Doktorarbeit werden.

 
Autoren-Liste
... ... ...

(in Reihenfolge der Nennung im Artikel)

 
Inhalts­angaben
... ... ...

(in Reihenfolge der Anführung – 'Troy' bis 'Safehold' sind bei 'V.' zu finden)

 
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META-SCIFI

 

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CONTEMP

Spinrad gehört zu den Vertretern der us.amerikanischen 'New Wave', allerdings weist sein Werk starke Anklänge an den britischen Zweig dieser Bewegung auf, oft mit einem surrealistischen Einschlag. Vor allem seine spätern Romane orientieren sich stärker an der Mainstream-Literatur.

Seine größten Erfolge hatte Niven in Zusammenarbeit mit Jerry Pournelle.

Im Grunde seines Herzens ist Schätzing Technik-Skeptiker. Es klingt durch, dass der Mensch nicht für den Weltraum geschaffen ist, dass das Universum dort draußen viel zu lebensfeindlich ist, um von Menschen bezwungen und beherrscht zu werden.

Pohl war Vorsitzender des Verbandes ' Science Fiction and Fantasy Writers of America', und ich konnte in Hamburg im Amerika-Haus mit ihm diskutieren. Von ihm stammt die Beobachtung, dass, nachdem 95% von allem Blödsinn ist, dann auch 95% der Sci Fi Blödsinn ist.

Ray Bradbury starb am 6.6.1212 in New York (Nachruf ... derstandard.at)¹ und hinterlässt ein päda­gogisches Kuriosum: Während ›Fahrenheit 451‹ den Klassikern der zeit­genös­sischen Literatur zuge­ordnet wird und zur Pflicht­lektüre gehört, werden die eigentlich stärkeren und facetten­reicheren ›Mars-Chroniken‹ im Unterricht erst gar nicht erwähnt. cave magistros

 

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HIST-CLASSICS

lens of arisia
 

Lensmen

... diese drei unterschiedlichen Wesen,

• Tregnosee von Rigel IV,
• Kimball Kinnisson von Tellus,
• Worsel von Velantia

haben nur eine Gemeinsamkeit:

Sie sind Träger der Linse von Arisia ...

 

pulp fiction

Pulp Fiction

... ›pulp‹ steht für billiges, minderwertiges Papier. ›pulp fiction‹ ist billig gemacht, niemand hatte damals Geld. Es ist Pop-Kultur, vielleicht Punk, aber bestimmt nicht einfach nur Trivial-Literatur.

Der (abwertende) deutsche Begriff ›Schundheft‹ wird (trotz entsprechender Übersetzung bei Wikipedia) dem Genre nicht gerecht: Die Geschichten sind fast durchwegs spannend und teilweise richtig gut (es gibt natürlich auch viel Schrott).

Viele kreative und noch nicht so etablierte Autoren¹ nutzten die Heft-Romane, um jenseits der großen Buch-Verlage überhaupt publizieren zu können ...

Inhaltlich laufen die Weltraum-Abenteuer von Borroughs – egal ob Carter, Napier oder Innes – immer ähnlich ab: Im Zuge eines Romans wird der Held mindestens dreimal gefangen genommen, in Fesseln geschlagen und kann sich durch irgendein Deus-Ex-Machina-Vorkommnis befreien – was allerdings ihrer Beliebtheit keinen Abbruch tat.

A. E. van Vogt gehört zu den einflussreichsten Autoren des Goldenen Zeitalters der SF und hat mit »Slan«, »Welt der Null-A«, »Die Expedition der 'Space Beagle'« und den Isher-Romanen einige bleibende Meisterwerke des Genres verfasst. Trotzdem befindet sich die kritische Auseinandersetzung mit A. E. van Vogt noch in den Anfängen ….

›Die Reise zum Mars‹ ist bei Projekt Gutenberg (.org) ¹ kostenfrei erhältlich. Wir stellen hier zusätzlich zu den dort vorhandenen Formaten eine ›.pdf‹-Version online: dominik_mars.pdf ...

Projekt Gutenberg (.org) bietet kostenfreie e-books in diversen Sprachen an; meist Werke, deren Urheber­rechte ›ver­jährt‹ sind. Die inhaltlich unveränderte Weitergabe ist ausdrücklich erlaubt (auch nach Umwandlung in andere Datei­formate).

 

 

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LIBERTARIAN

Durch seinen munteren, fröhlich-frechen Stil, seine anarchistische Kaltschnäuzigkeit und ein Feuerwerk von Ideen hat Neil Smith frischen Wind in die amerikanische Science Fiction gebracht.

 

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MILITARY-ROMANCE

Unter den SF-Fans, mit denen ich darüber diskutierte, gab/gibt es Vorbehalte zum Genre ›military-romance‹ an sich – trotzdem: ›troy‹ und ›looking glass‹ sind so voller Freiheitsdrang (ebenso 'live free or die'), voller Humor, mit tollen Personen und Charaktern – da kommt man einfach nicht dran vorbei, imho.

... mehr zu TROY ... TROY

'Live free or die' beginnt bei 'Sky Watch': Auf der Suche nach für die Erde bedrohliche Asteroiden und Kometen wird ein irregulärer Irrläufer entdeckt.

Nach ein paar Tagen steht fest: (1.) er ist auf Erdkurs, (2.) er wird langsamer, bremst ab, muss also künstlich sein. Nach einiger Zeit kommt das Objekt am L2 zu einer stabilen Position in Erdnähe.

Auftritt - die Glatun. Sie erklären, das Objekt sei ein Stargate. Jeder kann es gegen Bezahlung benutzen. Ansonsten seien sie friedliche Händler. Kriegshandlungen in der Nähe des Stargate sind bei Strafe verboten.

Es wird klar, dass die Glatun Zugriff auf jedes Telefonat, jede Festplatte, jeden Computer haben.

Ihr Haupt-Handelsobjekt ist 'Atacirc'; Computerteile, unendlich kompakter und vielfach komplexer als menschliche Chips. Atacirc lässt sich gut mit irdischen Computern verbinden. Ein Atacirc der Größe eines Sreichholzkopfes kann ganze Server-Farmen ersetzen.

Umgekehrt interessiert sie von irdischen Gütern wenig. Alles ist für sie so krude und plump. Sie handeln nur gegen Gold und Metalle aus der Platin-Gruppe.

2 Jahre später: Auftritt - die Howarth

Ein Kreuzer der Howarth kommt durch das Stargate, parkt im Erdorbit. Die Howarth erklären sich zu unseren Beschützern und Wohltätern. Der Schutz hat seine Preis. Sie wollen das, um das die Gathun gehandelt haben, als Schutzgeld übergeben. Als die Menschen sich nicht beugen wollen, bombardieren sie Shanghai, Cairo und Rio de Janeiro aus dem Orbit mit Asteroiden und löschen sie aus. Danach liefern die Menschen das Gold und Platin an die Howarth. Wer oben im Orbit sitzt, hat den militärischen Vorteil.

Weing später: Auftritt - Tyler Vernon, ehemaliger Sci-Fi Comiczeichner. Der Sci-Fi-Markt ist mit Ankunft der Glatun und Howarth zuammengebrochen, wie generell große Teile der irdischen Wirtschaft in tiefe Rezession gefallen sind. Tyler ist wirtschaftlich an Ende, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser.

Auf seinem Sci-Fi-Con trifft Tyler den Glatun-Handelskapitän Wathaet, eine Fan seines Sci-Fi-Comix 'TradeHard'.

Tyler und Wathaet lernen sich über das Handeln kennen, wie in 'TradeHard' beschrieben: 'Wenn dein Gegenüber sich nicht übers Ohr gehauen fühlt, dann hast du nicht gut gehandelt.' Der Glatun klagt, dass die Geschäfte schlecht gehen. Das ganze Gold und Platin geht an die Howarth. Anderes hat die Erde kaum zu bieten.

Die beiden testen ein wenig verschiedene Substanzen der Erde. Es kommt heraus, dass Ahorn-Sirup auf die Glatun sehr stark wirkt, etwa wie Alkohol auf Menschen.

Möglichst konspirativ, nie ein Handy, Computer oder Telefon in Hörweite, verkauft Typer eine Ladung Ahorn-Sirup gegen einen Haufen Atacirc an den Glatun-Händler.

Die Riesenmenge Geld für das Atacirc benutzt Tyler, um heimlich so viel Ahorn-Land in Neu-England aufzukaufen wie möglich. Und er kauft Firmen auf, die Orbitalspiegel bauen können. Gleichzeitig knüpft er Kontakte zu den einheimischen Ahorn-Bauern.

Nach dem 2. derartigen Deal dringt die Sache an die Öffentlichkeit. Die Howarth verlangen allen Ahorn Sirup der Erde auszuliefern, ansonsten werden weiter Städte der Erde orbitalbombardiert.

Köstlich das Gespräch zwischen dem Präsidenten der USA und Typer Vernon, wo dieser versucht, ihn zu überzeugen, freiwillig den Ahorn-Sirup rauszurücken. Auf den Vorhalt, was denn sonst gegen die Bombardierung von Washington und New York getan werden kann, kommt nur zurück, dass Typer sich nicht so viel aus 'City Folks' macht: "Sorry, dieses Land wurde nicht gegründet, um unter Tyrannei zu leben, ganz im Gegenteil."

Es kommt zu Ahorn-Sirup-Krieg. Der Präsident erteilt den Streitkräften den Auftrag, gewaltsam das Anbaugebiert zu besetzen und die Bäume abzuernten. Die Landbevölkerung leistet Widerstand, und einige haben von Ihren Sirup-Gewinnen (natürlich schwarz) Glatun-Laserwaffen angeschafft.

Köstlich - ein Fernsehinterview mit einem Captain einer Crack-Gebirgsjägereinheit. Die kämpfen auf aussichtslosem Posten, ständig unter Feuer von den Landbauern, die die Waldberge kennen, die auf eine lange Tradition der Schwarzbrennerei und des Widerstands gegen die Feds zurückblicken.

Die Landbauern wollen die Soldaten nicht töten, schießen in die Hüften, um keine lebenswichtigen Organe zu treffen. Alleine - im Gebirge, bei Temperaturen um 0 Grad, unter Feuer, ist das Abernten der Ahorn-Bäume eine aufwändige Angelegenheit.

Der Captain betont, dass die Einheimischen nicht wie Taliban schreiend auf die Militärstellungen zurennen, sondern, an den Boden gepresst, aus voller Deckung heraus, das Störfeuer ausführen. Und viele von ihnen sind auch beim US-Militär gewesen.

Es ist aussichtslos. Weder in Neu-England noch in Canada werden durch das Militär nennenswerte Sirup-Mengen erbeutet.

Typer Vernon gelingt es, durch gezielte Provokation die Howarth so auzubringen, dass sie schließlich drohen, das gesamte Anbaugebiet auszuradieren.

An diesem Punkt erscheint ein Kreuzer der Glatun und verweist die Howarth in ihre Schranken. Die Glatun wollen nicht, dass der Sirup-Nachschub ausbleibt. Wütend geben die Howarth nach, bleiben aber dabei, das Gold und Platin der Erde abzugreifen.

Während die Gewinne aus dem Sirup Handel steigen, lässt sich Typer auf der nächsten Glatun-Raumstation mit Implantaten ausstatten, schmiedet Pläne, wie die Erde galaktische Hi-Tech selbst bauen kann: "Man braucht Grav-Platten, um Grav-Platten zu bauen. Ein endlos verschachteltes logistisches Problem."

Typer erscheint mit der 'Monkey Business' durch das Stargate. Das erste Raumschif der Erde ist zwar uralt, älter als die Vereinigten Staaten, und nur geleast (mit im Preis enthalten sind 4 Raumschlepper für orbitale Arbeiten), aber das erste Schiff der Erde. Typer benutzt es, um erste Solarspiegel in den Orbit zu schaffen. Sein erstes Ziel ist, Asteroiden auszubeuten, eine orbitale Industrie zu schaffen.

Es entsteht, zuerst rudimentär, SAPL, der 'Solar Array Pumped Laser.' Viele Spiegel konzentrieren ihr Licht auf andere Spiegel. Die ersten Asteroiden werden erhitzt. Die Schlepper bringen kontinuierlich weitere Spiegel in den Weltraum.

Vernon baut seine Industrie zu 'Apollo Mining' aus. Es gelingt ihm, da die Erdwirtschaft in tiefster Depression steckt und gerade die Weltraum-Aktivitäten der Erd-Regierungen zum Erliegen gekommen sind, einige Ex-Nasa- bzw. Ex-Astrophysik-Leute mit der Sehnsucht nach dem Weltraum im Herzen zu rekrutieren.

Als weider einmal der Tribut-Kreuzer der Howarth erscheint, um seine Ladung an Gold und Platin abzuholen, wird er angegriffen und letztlich durch SAPL zerstört. Im Zuge wird nicht nur von den Howarth eine Seuche auf der Erde ausgestreut, auch weitere Städte (London, Paris, Berlin  …) vergehen im Orbital-Bombardemant.

Um eine gehärtete Basis in der Nähe des Stargate zu haben, wird Troy (Troja) in Angriff genommen, ein mehr als 10 km durchmessender Nickel-Eisen-Asteroid mit einer Wandstärke von 1,5 km ('a two trillion ton nickel iron'), der im weiteren Verlauf zu einer Schlacht-Raumstation ausgebaut werden soll. Noch während der vorbereitenden Arbeiten erfolgt ein weiterer Angriff der Howarth. Da sie sich ganz auf Troy konzentrieren, gehen diesmal keine weiteren Erd-Städte verloren. SAPL entscheidet die Begegnung.

Teil 2, 'The Citatel' erweitert die Handlung um eine weitere Hautperson, Dana Parker: Dana erlebt als frisch in die US-Raumstreitkräfte rekrutierte Pilotin die ersten Aufbau-Maßnahmen auf Troy mit, erweist sich in kritischen Lagen als Sitzenpilotin.

Galaktolopitisch wird die Lage kritisch. Die Rangora, verbündet mit den Howarth, aber viel gefährlicher als diese, scheinen sich auf Krieg mit den Glatun vorzubereiten, die in Bezug auf galaktische Machtentfaltung eher auf den absteigenden Ast zu sein scheinen. Vermutlich werden die Howarth dann die erste Gelegenheit nutzen, wieder gegen die Erde und das Sol-System vorzugehen. Es gelingt Vernon, von den Glatun A.I.s zu erwerben und einen riesigen Schiffs-'Fabber', der in Wolf 359 eine Helium-3 Mine aufbauen soll, um eine Jupiter-artigen Großplaneten auszubeuten. Die Treibstoff-Lage im Erdsystem ist erschreckend.

Und immer wieder Troy, wo inzwischen Navy, Marines, Zivilisten leben und aufbauen. Und immer wieder die Weltraum-Sehnsucht, gerade von Menschen mit Sci-Fi Hintergrund.

Insgesamt viel hemdsärmlige "Schaffen-wir"-Mentalität, viel Wissenschaft und stellenweise ausgesprochen trockener Humor.

Wenn Troy fällt, ist niemand übrig, um die Epos zu Ende zu schreiben.

 
 
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John Ringo war offensichtlich ein großer Fan des Gedichts »Jabberwocky« (welches auch Terry Gilliam / Monty Python zum gleichnamigen Film von 1977 inspirierte), ein ›nonsense-poem‹ von Lewis Carroll, 1872 im Rahmen einer Folge aus der »Alice in Wonderland« - Reihe erschien. Ringo entlehnt die Namen aller Titel seiner Reihe aus diesem Gedicht.

'Into The Looking Glass', der erste Band der Reihe, beginnt in typischer Ringo-Art.

Hier die ersten Absätze im Original:

'The explosion, later categorized as in the near equivalent of 60 kilotons of TNT and centered on the University of Central Florida, occurred at 9:28 A.M. on a Saturday in early March, a calm spring day in Orlando when the sky was clear and the air was cool and, for Florida, reasonably dry. It occurred entirely without warning and while it originated at the university the effects were felt far outside its grounds.

The golfers at Fairways Country Club had only a moment to experience the bright flash and heat when the fireball engulfed them.The two young men on University Bulevard selling "top name brand stereos" that they "couldn't return or their boss would kill them" didn't even have that long. The fireball spread in every direction, a white ball of expanding plasma, crisping the numerous suburban communities that had spread out around the university, homes, families, dogs, children. The plasma wavefront created a tremendous shockwave of air that basted like a tornado outwards, destroying everything in its path. The shockwave spread to the south as far as U.S. 50, whrere early morning shopperswere blinded and covered with flaming debris. It enveloped the speeders on the Greenway, tossing cars up to a half a mile in the clear air. It sperad to the north almost to the town of Oviedo, erased the vernerable community of Goldenrod, spread a far as Semoran Boulevard to the west and out to Lake PIckett to the east. The rumble of the detonation was felt as far away as Tampa, Cocoa and Ocala and the ascending mushroom cloud, roiling with purple and green light in the early morning air, was visible as far away as Miami. Flaming debris dropped into Park Avenue in Winter Park, setting the ancient oaks along that pleasant drive briefly ablaze and crushed the vestibule of St. Paul's Church.'

Zusammenfassung: Von der UCF-Universität (Orlando, Florida) breitet sich eine vernichtende Plasma-Explosion aus, die Sprengkraft wird auf 60 kt TNT berechnet (z. Vgl. Hiroshima: 13 kt), mit vielen Opfern, große Schäden im ganzen Umland. Im folgenden werden abwechselnd die Army-ABC-Spezialisten vor Ort und der U.S.-Präsident mit seinem Nationalen Sicherheitsrat geschildert.

Die ABC-Leute stellen fest, keine Radioaktivität, kein EMP (elektro-magnetic pulse), das war keine Atombombe. Es war auch kein Asteroiden-Einschlag.

Der Präsident bekommt erste Vorabmeldungen von mehr als 50.000 Opfern, die Zahlen werden schnell größer. Der Nationale Sicherheitsrat schließt auch eine Terrorangriff aus, weil das Ziel einfach keinen Sinn macht. Hätten Terroristen so eine Waffe, warum sie an so ein untergeordnetes Ziel verschenken, wenn man damit auch Washington D.C. oder New York City hätte angerifen können?

Niemand weiß, was passiert ist. Der Nationale Sicherheitsberater (NSA) kann nicht helfen, er ist Spezialist für Mikrobiologie und Immunologie, wegen der Möglichkeit eines Bio-Angriffs. Ein Physiker muss her: Auftritt Dr. William Weaver (der Leser lernt ihn erst im Verlauf der Handlung richtig kennen). Dr. William Weaver ist der Eierkopf der Eierköpfe, mit Doktorhüten in allem möglichen von Atomphysik bis Elektro-Ingenieurswesen. Dennoch tarnt er sich gerne hinter einem 'Southern Drawl' (Südstaatler mit breitem Akzent und rustikaler Kleidung):

"Ahm sorry 'bout how ahm dressed, Mister Pres'dent ..."

Nicht so typisch für eine Geistesgrösse ist er fit in Mountain-Biking und spielt gerne harte Riffs auf der E-Gitarre. Jedenfalls ist er fit genug um zu überleben, als die fremden 'Tore' 'Dämonen' ausspucken.

Es scheint, dass das Ereignis seine Ursprung im Gebäude für Hochenergie-Physik der Universität hat. Man vermutet Zusammenhänge mit der Arbeit eines Physikers dort, Ray Chen.

Damit konfrontiert, Weaver im Original:

Weaver closed his eyes and grimaced.
"Ray Chen from MIT?" he asked, not opening his eyes.
"Yes," the NSA said.
"Well, congratu - effing - lations, Ray" the scientist said to the ceiling. "You just made the science-books" '

Weaver klärt die Politiker auf über die Art der Arbeit von Chen: Um ein Higgs-Boson zu schaffen (ein bislang hypothetisches subatomares Partikel, mit enormer Fernwirkung, die sich - je nach Theorie-Variante - sogar über das ganze Universum oder Multiversum erstreckt). Was dabei genau passiert ist, weiß niemand, außer dass es diese riesige Explosion gegeben hat. Allerdings findet sich außer dem riesigen Krater an 'ground zero' eine Anomalität (geht die auch auf die 'Rechnung' von Dr. Chen?), eine Art Sphäre oder Linse. Weaver vermutet, es sei wohl ein Tor oder ein Wurmloch zu einem anderen Ort im Universum, zu einem anderen Universum oder zu einer anderen Zeit. Aufgrund ihres Aussehens erhält sie den Namen ›Looking Glass«, Schauglas (der Begriff ist gemäß seiner Verwendung im Apparatebau zu verstehen), doch ist sie keineswegs nur eine optische verbindung:

Die Army und Nationalgarde vor Ort melden, dass 'monster-like beings' aus dem Tor vordringen; zuerst zwei Typen: (1.) kleine Hundeartige mit vielen Stacheln, (2.) größere Zweibeiner, die aus ihren Schnauzen eine Art Pfeil oder Stachel abschießen. Für die Army-Einheiten vor Ort entwickelt sich ein verlustreicher Erstkontakt.

Weaver, zur Sondierung vor Ort geschickt, gerät zusammen mit allen möglichen einheimischen Zivilisten, einer bunt zusammengewürfelten Gruppe von Waffenfans, schließlich in ein praktisch von den Dämonen belagertes Haus.

Einer der Überlebenden der zuerst eingesetzten Militäreinheiten, SEAL-Command-Master Chief Miller, beschließt mit Weaver zusammen, als wichtigstes den Nachschub abzuschneiden und das Tor mit der Schaufel eine Bulldozers zu blockieren.

Für gutes Augenmaß werfen sie vorher noch einige Sprengladungen durch das Tor.

Über sein Handy hat Weaver Kontakt mit dem Krisenstab im Weißen Haus. Er vermutet eine Art 'biologische Invasion', legt den Entscheidungsträgern nahe, so schnell wie möglich schwerere Mititär­einheiten zu entsenden, weil er vermutet, dass der unbekannte Gegner bald 'schwerere' Einheiten einsetzen wird.

In Kürze wird klar, dass weite Tore entstanden sind, das 'looking glass' von Orlando bleibt nicht das einzige.

Eine pensionierte Witwe muss erleben, dass eine 1 m große aufrecht gehende Katze zu ihr ins Wohnzimmer kommt und fernsieht … sie zögert lange, die Polizei zu rufen … alte Ladies mit so phantastischen Geschichten werdenen leicht in die Anstalt eingeliefert :… so ruft sie erst am dritten Tag mit der Katze im Wohnzimmer die Polizei. Die Info wandert die Kommandokette nach oben bis ins Weiße Haus.

Weaver und der SEAL werden ausgeschickt, um mit diesen offensichtlich nicht feindlich agierenden Aliens Kontakt aufzunehmen.

Weitere Tore tun sich auf. Das Militär hat nun eine SOP (standard operation procedure), und jedes erkannte Tor wir als erstes mit Einheiten umzingelt und blockiert.

Und dann gibt es noch Mimi und Tuffy: Mimi Jones ist ein kleines Mädchen, das wunderhafterweise die Explosion in Orlando überlebt hat (eigentlich unmöglich). Jedenfalls schleppt sie seitdem 'Tuffy', ein Wesen, das an eine Spinne erinnert, mit sich herum und ist nicht von dem kleinen Alien zu trennen. Die beiden kommunizieren offenbar tonlos.

Weaver und Miller verhandeln mit den Mree (so heißen die, die wie aufrecht gehende Katzen aussehen). Die geben vor, auch mit den Titcher (in der Mree-Sprache T!Ch!R!, ein feindlich gesinnter Organismus, der ständig Kämpfer / Invasoren in Form biologischer Körper und Antikörper bildet) im Krieg zu stehen.

Und immer neue Erkenntnisse zu Bosonen und Myonen. Immer neue Tore, nicht alle zu belebten Welten.

Inzwischen gibt es zwei Brückenköpfe der Titcher, eins in Florida, eins in Virginia. Es kommt ein neuer Typ Titcher durch das Florida-Gate, eine Art Riesenwurm oder Tausend­füßler, der Lichtblitze verschießt, die z.B. einen Abrams-Panzer sekundenschnell vernichten. Der Versuch, den Brückenkopf aus der Luft zu bombardieren, endet mit dem Abschuss des Bombers durch so einen Lichtbltz - die Titcher verfügen über eine perfekte Luftabwehr.

Weaver überzeugt den Präsidenten, dass von den Titcher-Wesen die Würmer (obgleich diese kaum besiegbar erscheinen) noch zu deren leichteren Einheiten gehören. Die Titcher wandeln selbst in kleineren Brückenköpfen die Biologie komplett um, so dass sie vor Ort schnell biologische Einheiten aller Art produzieren können. Werden die Titcher nicht gestoppt, so droht die Umwandlung der gesamten Erde.

Die Titcher-Brückenköpfe werden mit gemirvten U-Boot-Raketen angegriffen und vernichtet (mirv¹ = Mehrfach-Sprengköpfe ). Um die Titcher-Tore zu destabilisieren, werden große Atomwaffen auf die entfernte Seite hinübergeschoben und dort gezündet.

Dennoch - immer neue Tore, neue Bosonen. Es gelingt Weaver mit einer SRT (portables Synchrotron, Partikel-Beschleuniger), einige passive Bosonen zu Gates zu öffnen und mit anderen zu verschränken (er stellt damit also selbst Tore her) und schafft damit schnelle Verbindungen beispielsweise von Kansas zur Ostküste. Der Fortschritt auf dieser Schiene wird durch allerlei Lobby-Arbeit und parlamentarische Störmanöver gebremst.

Neue Tore, neue Alien-Arten. Die Mree haben die Menschen allerdings getäuscht, sind nur scheinbar mit den Titcher verfeindet, in Wirklichkeit mit ihnen verbündet.

In Frankreich öffent sich ein Tor zu den Adar, entfernt humanoid, technisch uns Menschen um viele Jahre Entwicklung überlegen. Bei den Adar sind Wissenschaft und Religion eng miteinander verwoben. Aufgrund unterschiedlicher Denkweisen schreitet die Kommunikation mit den Adar nur langsam voran (in deren Sprache hißen die Titcher 'Dreen'; der Name wird auf der Erde langsam übernommen).

Auf Weisung des Präsidenten beginnt Weaver, via Mimi mit Tuffy zu kommunizieren. Es geht um Möglichkeiten, Tore zu schließen. Schwierige Kommunikation.

Es gelingt den Ticher, Gates in Ohio, Florida, Georgia, Tennessee, Saskatchewan (Canada) und Alabama zu öffnen. Die Lage ist verzweifelt, die Verluste sind riesig. Durch Kommunikation mit Tuffy und den Adar kommt Weaver auf Quarks als entscheidendes Werkzeug: 'Ardune', eine Art Quark-Bombe von ca. 600 Megatonnen TNT-Äquivalent soll die Titcher-Tore schließen. Allerdings darf sie keinesfalls auf der irdischen Seite des Tores explodieren …

Spannende Action-Szenen, die Ardune muss durch ein heftig verteidigtes Tor. Weaver und eine unterstützende SEAL-Einheit leisten Übermenschliches: Ein riesengrosser BANG, die Tore auf dem Titcher-Vektor sind zu.

Allerlei Nachwehen gegen Ende des ersten Bandes, Globalpolitik. Man hat Lust auf mehr.

 
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Vorpal Blade, der zweite Band der Reihe, setzt sechs Jahre später ein.

Es gibt auf der Erde Tore von einem Land zum anderen, sowie auch Tore zu fremden Welten; die Tore zu Dreen- (Titcher-) Welten sind seit sechs Jahren geschlossen.

Adar-Tech ist total in, bis hin zu merkwürdigen Übertreibungen. Ein Adar kann auf der Erde Spitzengehälter erzielen, selbst bei geringer Qualifikation. Jede Hi-Tech-Company will Adar in ihrem Vorstand. Mischformen aus Adar-Tech und irdischer Tech sind immer öfter zu sehen. Auch Adar Cuisine erfreut sich hoher Beliebtheit.

Mimi ist nun 14, und Tuffy sieht anders aus, nicht mehr wie ein Plüschtier zum Knuddeln, sondern 'cool'. Mimi und Tuffy können einige der noch offenen Rätsel der Mathematik und Physik lösen, speziell zu den fraktalen Kursen von LGB (looking glass bosons).

Die US-Regierung will unbedingt zunächst ein Raumschiff mit Warp, um nachzusehen, wo die Dreen stecken, bzw. festzustellen, ob sie auf dem Weg zur Erde sind. Um Jahre der Entwicklung zu sparen, nimmt man ein Trident-U-Boot, eigentlich vorgesehen zur Ausmusterung, und rüstet es mit der entsprechenden Mischung aus Adar-Tech und irdischer Hi-Tech hoch. Das Projekt bleibt bei der Navy, die die entsprechende Erfahrung in Logistik und Sicherheit hat. Und so wird aus Objekt 4144, Ex- SSBN Kentucky, die 'Vorpal Blade', das erste Warp-Sternenschiff der Erde, vorerst in einem Bunker in Newport News (Virginia).

Dr. Weaver ist federführend beteiligt an der Entwicklung und Aufüstung. Gleichzeitig, auch wg. 'Need to Know' ist er wieder bei der Navy eingetreten, hat Stabskurse besucht. Zu Beginn ist er Commander und Astrogations-Offizier der Vorpal Blade.

Ein weiterer Handlungsstrang führt zur 'Marine Corps Force Reconnaissance', die zur ersten Einheit 'Space Marines' wird, stationiert auf der Vorpal Blade. Private Eric Bergstresser wird zwei Tage vor Start für einen verletzten Kameraden nachnominiert und muss die Eingangstests als Crash-Kurs absolvieren. Der Sci-Fi-Fanatiker verdient sich noch vor Start das call-sign 'Two Guns'.

Tuffy dirigiert Mimi inzwischen zu Chief Miller, der privatisiert hat und ein Blumengeschäft führt. Mimi mach Miller klar, dass er sich bei Weaver melden soll. Wenn Mimi, Tuffy und Miller nicht mitkommen, so wird die Mission der Blade ein Fehlschlag, das Universum wird untergehen. Wohlgemerkt nicht die Erde, sondern das Universum. Dr. Weaver, als Vater der ganzen Looking-Glass-Tech und maßgebich am Bau der Blade Beteiligter, hat Vertrauen zu Tuffy und kann die Admiralität überzeugen, dass die drei mitfliegen müssen.

Sehr anschaulich, wie er Chief Miller erklärt, wie hier Adar- und irdische Militärtechnik zusammengemixt wurden: Die Torpedos beispielsweise sind im wesentlichen Adari-Bauart, Lenksysterm von einer AMRAAM (US-Mittelstrecken-Luft-Luft-Rakete), Sprengkopf Ardune. Die Navigationssoftware hat Dr. Weaver teils aus irdischer open-source Spielesoftware zusammen­gestoppelt.

Genial schon der Start: Die Blade startet als normaes U-Boot in Tauchfahrt, belauert von einigen russischen U-Booten. Von den Testfahrten her wissen die, dass ein bestimmtes Boot aus Newport News regelmäßig ausläuft, nur um dann zu verschwinden. Als die Blade einen Sicherheitsabstand von der Küste erreicht hat, geht der Adari-Sternenantrieb in Tätigkeit. Um zu warnen ('Aus dem Weg!') sendet sie Rockmusik - "the Final Countdown" - über die Außenlautsprecher. Bei Tempo von 300 Knoten und einer Tauchtiefe von 100 Metern geht sie auf Steigkurs, durchbricht die Wasseroberfläche und ist als Raumschiff in ihrem Element.

Eins der russischen Beschattungs-U-Boote war zu neugierig, hat sich zu nah herangetraut, gerät in der Strudel und geht prompt zu Bruch.

Der Kommandant des anderen, überlebenden russischen U-Boots hört gerne Rock-Musik, ist aber entschlossen, sein Exemplar von 'Final Countdown' wegzuwerfen. Das Stück will er nie wieder hören …

Vorbeiflug an Mond, Mars, Saturn; einige Nachbarsterne werden angeflogen und untersucht. Allerlei Abenteuer mit stehenden Gravitationswellen und allerlei anderen kosmischen Phänomenen.

Die Blade ist kein echtes Raumschiff, sondern ein umgebautes U-Boot, muss deshalb relativ bald Wasser und Sauerstoff auffüllen. Dies wird an Kometen oder an Eismonden von Riesenplaneten vorgenommen. Dort finden sie Lebensformen,die sich erst einmal auf einfachste Moose und ähnliches beschränken.

Die Space-Marines an Bord sind ständig am üben. Eric 'Two Guns' Bergstresser, gut mit der Physik vertraut, erklärt den Marines, was die einzelnen Mess-Anzeigen in den Raumanzügen eigentlich bedeuten, erzählt über Myonen, Bosonen, Neutrinos etc., allerlei Quantenphysik. Ebenfalls über Quantenphysik, jedoch eine Ebene höher, reden Dr. Weaver, Mimi und Tuffy.

Im Procyon-System schließlich findet sich ein Planet mit pflanzlichem und tierischem Leben: Die 'Cheerick' sehen aus wie eine Art aufrecht gehende Hamster oder Chinchillas sind auf dem technischen Niveau etwa der irdischen Rosenkriege (15. Jh., Machtkampf um die britische Krone). Dennoch verfügen sie über jahrtausendealte Schriften und Überlieferungen, die besagen, dass von Zeit zu Zeit eine unbekannte 'Dämonen' kommen und die Cheerick zerstört, aus unbekannten Gründen.

Kurz vor der Ankunft der Blade sind solchen Dämonen erstmals wieder erschienen. Nach und nach, unter gewaltigen Verlusten an Wissenschaftlern und Marines, stellt es sich heraus, dass sie eine Art biologisches Verteidigungssystem sind, das auf Elektrizität anspricht. Bemüht, die Dämonen zu stoppen, machen sich Weaver, Chief Miller, einige Wissenschaftler und einige wenige überlebende Marines auf die Suche nach der Quelle der Dämonen, wo die herkommen.

Währenddessen wird die Blade von den Dämonen angegriffen. Normalerweise bodengebunden, haben die Dämonen eine Flug-Komponente, genannt 'Dragonflies', mit einem sehr schnellen, reaktionslosen Antriebssystem und starken Laserstrahlen aus den Augen. Die Blade wird von ihnen in den Weltraum abgegrängt und fast in Stücke geschossen.

Nachdem die Cheerick das System unter Kontrolle gebracht haben, wird die Blade von genau diesen Dragonflies zurückgeschleppt, die sie eben noch so übel zugerichtet haben. Die notwendigsten Reparaturen werden vorgenommen, damit die Blade zurück zur Erde hinken kann. Die Verlustrate bei Wissenschaftlern und Navy-Personal ist über 50 Prozent. Von ursprünglich 36 Marines schaffen es 5 lebend nach Hause.

Hier endet 'Vorpal Blade' – doch das kann natürlich nicht alles gewesen sein …

 
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Manxome Foe, Band 3 der Reihe, beginnt 6 Monate später.

Die Reparaturen und Upgrades an der 'Vorpal Blade' sind weitgehend abgeschlossen. Vor ihrem demnächst geplanten Start erhalten die Hauptpersonen Heimaturlaub. Völlig überraschend werden Weaver und Chief Miller von SpaceComOps zurückbeordert.

Lt. Frey von SpaceCom 'Office of Alien Technology' übernimmt das Briefing: Es geht um HD 36951, nördlich von Orion-Gürtel und 514 Lichtjahre von der Erde entfernt: HD 36951 ist zwar unbewohnt, aber von allen über Gates von der Erde aus erreichbaren Welten Dem Sagettarius-Arm - und damit denn Dreen-Welten - am nächsten gelegene. Um Ruinen ausgestorbener Aliens zu untersuchen, wurde dort eine wissenschaftliche Station errichtet. Doch diese Basis gibt es nicht mehr, offenbar durch Oribtal-Bomardement mit 'Kinetischen Energie-Waffen' vernichtet. Unverzüglich wird nach Standard-Protokoll das Gate, das dorthin führt, destabilisiert.

Bei den Ruinen dort gibt es eine kleine Sekundärbasis, über deren Schicksal nicht bekannt ist. Falls es Überlebende gibt, sind deren Vorräte bald erschöpft. Die Vorpal Blade nun soll dort aufklären, gegebenfalls Überlebende retten und feststellen, wer dort eine Erdbasis angegriffen hat. Die Besatzung wird zum Einsatz gerufen, der Start vorbereitet.

An HD 36951 angekommen, kann aufgrund der Spuren festgestellt werden, dass die Dreen für den Angriff verantwortlich sind. Von der Wissenschaftler-Basis dort überlebt nur eine Person, schwer verletzt. Da sich im HD 36951 System keine Dreen mehr befinden, gilt es nun festzustellen, wo diese sind, was sie vorhaben, wie lange die Erde noch Zeit hat.

Auf der Suche gelingt die Kontaktaufnahme mit einer weiteren Alien-Art, den Hexosehr, die sowohl den Adar als auch den Menschen technisch weit überlegen sind. Auch die Hexosehr liegen im Krieg mit den Dreen, sind auf der Verlierer-Straße, haben schon ihren Heimatplaneten an die Dreen verloren und sind mit den letzten Überlebenden auf der Flucht.

Das beschädigte Hexosehr-Schiff, das die Blade findet, war Rückendeckung der Fluchtflotte. Die Blade leistet Hilfe. Gemeinsam bekommen sie das angeschlagene Schiff wieder manövrierfähig. Die Blade eilt voraus zur Fluchtflotte.

Der Not gehorchend beginnen Menschen und Hexosehr, Informationen auszutauschen. Die Blade kommt den Hexosehr sehr primitiv vor, bis auf den Antrieb, der allerdings ein Unikat ist, nicht reproduzierbar. Die Hexosehr finden im Informations-Archiv der Blade eine Welt, die für sie geeignet scheint. Die Menschen werten die Daten über die Ausbreitung und Taktik der Dreen aus und kommen zu dem Schluss, dass die Erde nur noch 12 bis 15 Jahre Zeit hat.

Die Hexosehr finden eine Waffe, die mit den Systemen der Blade kompatibel gemacht werden kkann: ein Caos-Generator - komplett mit zugehörigen Fusions-Meiler - wird auf der Blade installiert. Die Waffe wirkt zwar verheerend, hat aber nur geringe Reichweite. Um sie einzusetzen, muss man ganz nah an das Ziel heran.

In Verfolgung der Hexosehr-Fluchtflotte erscheint ein weit überlegener Flottenverband der Dreen. Gegen alle Chancen nehmen die Blade und ein Hexosehr-Schiff den Kampf auf. Wenn die Dreen die beiden überwinden oder ihnen ausweichen können, ist die Flucht-Flotte und damit die komplette Population der Hexosehr Toast.

In einer dramatischen Auseinandersetzung werden die Dreen gestoppt, die Hexosehr-Flotte kann entkommen. Allerdings ist die Blade ist schrottreif.

Damit endet der dritte Band. Wie geht es weiter?

 
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Claws that Catch, Band 4, setzt kurz nach dem Sieg über die Dreen und der Zerstörung der Vorpal Blade ein.

Mit irdischer Manpower, dazu Technik der Hexosehr und Adar, wird gerade der Neubau 'Vorpal Blade II' fertiggestellt.

Mission der Blade-II ist die Suche nach Überresten einer alten, vielleicht ausgestorbenen, jedenfalls verschwundenen Alien-Spezies von höchstem technischen Niveau, von denen die Hexosehr Spuren und Artefakte gefunden haben.

Die Handlung rankt sich um die 3 Hauptpersonen:
- Dr. Weaver, Physiker, Mountain-Biker, Karateka, mit seiner E-Gitarre
- Die geniale Linguistin Miriam Moon, die mit Hilfe der Marines die Riesenkatze Tiny an Bord schmuggelt
- 'Two Guns' Bergstresser, inzwischen Leutnant der Marines

Abenteuer reiht sich an Abenteuer. Aufgrund technischer Probleme mit Hexosehr-Equipment muss Osmium beschafft werden (Osmium¹ ist ein Platin-ähnliches Metall, das u.a. in Glühbirnen Verwendung fand). Die Männer der Blade betätigen sich mit Asteroiden-Bergbau.

Die Blade wird von kleinen violetten Spinnen verseucht, die an die Nahrungsvorräte gehen. Mit Hilfe von Tiny gelingt es, die Plage einzudämmen.

Bei HD 243170 findet sich außer versunkenen Ruinen auf diveresen Monden auch ein riesiges kilometerlanges Gebilde in Sonnennähe, wegen der Formgebung "Tannenbaum" genannt - unverständliche Hi-Tech, Funktion unbekannt. Weitere Anomalität: Vier Planeten der Super-Jupiter-Klasse auf perfekten identischen Orbits können unmöglich auf natürlichem Weg an diese Position gekommen sein.

Es wird beschlossen, Marines und Wissenschaftspersonal auf dem "Baum" zu landen und inzwischen die Blade zur Erde zurückzuschicken, um Adar- und Hexosehr-Manpower und Know-How nachzuziehen. Der Baum darf keinesfalls in Dreen-Klauen fallen.

Zufällig entdeckt Weaver, der zur Entspannung schon mal zu seiner E-Gitarre greift, dass der Baum auf handgemachte Musik reagiert - Wohlgemerkt nicht auf Musikkonserven à la '.mp3'. Schnell ist eine Band improvisiert: Weaver und seine Gitarre, Miriam hat einen Synthesizer, einer der Marines ein faltbares Drum-Set. Der Baum zeigt nicht nur farbige Effekte, entfaltet seine Zweige, sendet unbekannte Strahlung aus, bombardiert die Jupiter-ähnlichen Planeten damit. Niemand kann sich vorstellen, dass so ein Aufwand getrieben wurde, um eine Bühne für Musik-Darbietungen zu bieten.

Es findet sich ein Dreen-Brückenkopf innerhalb des riesigen Tannenbaums. Die Marines können einige Exemplare der violetten Spinnen erfolgreich gegen die Dreen einsetzen. Kaum ist der Brückenkopf der Dreen zerschlagen, wird eine riesige Flotte der Dreen im Anflug festgestellt.

Action pur, trockener Humor, unvorstellbar fortschrittliche Hi-Tech. Die Protagonisten sind ständig bis an die Grenze gefordert.

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Zu unser aller gemeinsamen Geschichte: Belisarius ist der fähigste General Ost-Roms, zur Zeit von Justinian und Theodora.
Nun die Abweichung: Belisarius bekommt Besuch aus der Zukunft, ein Gegenstand, ein Bewusstsein, 'Aide', äußerlich ein Kristall, ein Edelstein, der telepathisch, über Mental-Projektion mit den Menschen kommuniziert. Aide verfügt über das gesamte Wissen der Technik und der Geschichte der Menschheit.
Aide warnt Belisarius davor, dass ein anderer Besucher aus der Zukunft namens Link versucht, die Geschichte zu ändern. In Indien ist unter Links geheimer Herrschaft ein starkes Imperium der Malwa aufgebaut. Nun soll Persien und später Ost-Rom angegriffen und zu einer Gewaltherrschaft unterworfen werden. Zu dem Zweck hat Link in Indien u.a. Schießpulver-Waffen eingeführt.
Belisarius beginnt, in Syrien und Ägypten die ersten Schießpulver-Waffen zu entwickeln und begibt sich über Äthiopien nach Indien, um den Feind auszuspionieren.
In Folge gelingt es Belisarius eine Allianz zu schmieden zwischen Ost-Rom, Persien und Äthiopien und gleichzeitig in Indien diverse Widerstandsgruppen gegen die Tyrannei Links aufzubauen.
Als die Malwa dann zuerst Persien überfallen, kämpfen römische Cataphracts und Persische Deghans Seite an Seite, gegen die Malwa - immer in der Unterzahl, durch Belisarius' Kriegslisten und Täuschungen letztendlich doch erfolgreich.
Mit sehr viel Liebe fürs Detail wird hier geschildert, wie z.B. die ersten Syrischen 'Grenadiere' Steinschleudern im Sinne von David und Goliath einsetzen, um Schießpulver-Granaten viel weiter zu schleudern, als es mit der nackten Hand möglich wäre.
Insgesamt eine sehr gut recherchierte 'What If' - Military-SF mit farbigen, schillernden Charakteren, sehr viel Kriegskunst, Taktik, Strategie und Rückgriff auf die Lehren der menschlichen Militärgeschichte.
 

 

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Der Untergang er Erde und von 99,9% der Menschen erfolgt auf den 1. Seiten des 1. Bandes. Xenophobe Aliens, die Gbaba, führen seit einigen Jahrzehnten einen Vernichtungskrieg gegen die Menschheit. Alle Kolonien der Menschen sind schon überrannt und vernichtet. Der Feind steht kurz der der Heimat, vor Old Earth. 'Operation Breakaway', der Ausbruch einer letzten Flotte der Menschen, um möglichst weit weg von den bedrohlichen Fremden eine neue sichere Heimat zu finden, hängt am seidenen Faden. Admiral Pei, der militärische Chef der Breakaway-Flotte sprich mit Lientnant Commander Nimmue Alban über die Möglichkeiten einer Kriegslist, um der Flotte die Flucht zu ermöglichen. Nimmue Alban opfert sich, stirbt mit dem Rest der Heimatflotte und der Erde und fast allen Menschen. Die Breakaway-Flotte entkommt mit Pei, fliegt lange, lange, findet schließlich auf Safehold einen fernen Ort, der sicher erscheint. Das Anlanden der Kolonisten hat noch gar nicht richtig begonnen, da kommt es zu Differenzen der Führungsschicht: Pei und Shan Wei auf der einen Seite, Langhorne, Bedard und Schuler auf der anderen.
Die Hardliner um Langhorne, ich nenne sie mal 'Ultras', wollen sichergehen, dass die Fremden die Menschen nie wieder finden und ihnen deshalb jegliche Hi-Tech versagen. Die Progrssivern um Shan-Wei argumentieren dagegen, wenn es wieder Kontakt mit den Fremden gibt, dann müssen die Menschen sich wehren können, zumindest die Chance dazu haben. Pei sympathisiert mit Shan-Wei, allerdings heimlich. Er enthält sich jeder offenen Opposition, auch da solche inzwischen gefährlich wird.
Einige Jahre später: Die Ultras haben sich durchgesetzt. Shan-Wei und alle ihrer Fraktion werden am Armageddon Reef durch Orbital-Bombardement getötet und ausgelöscht. Sie haben Pei so weit misstraut, dass sie das orbitale Bombardierungssystem vor ihm geheim gehalten haben.

Die 'Ultras' machen sich zu Göttern, Engeln, Heiligen, Erzbischöfen. Langhorne, Bedard und Bchuler schreiben die heiligen Bücher der neuen Kirche, Mother Church bzw. 'Church Of God Awaiting'. Der technische Entwicklungsstand wird im Bereich einfachster Segelschiffe und Galeeren festgefroren. Als Kraftquellen dienen nur und ausschließlich Luft, Wasser und Muskelkraft.

Mother Church regiert mit harter Hand. Jegliche Abweichung wird mit Tod und Folter bestraft. Eine Inquisition der grausamsten Art entscheidet, was konform, was Abweichung ist. Noch nicht einmal Zahlen, mit denen man rechnen kann, lassen sie den Menschen. Metrische Maße gibt es nicht, es wird in Inch, Fuß, Meilen gemessen.
Shan-Wei wird zum Sinnbild des Bösen, der Häresie; zum Schimpfwort, etwa wie Satan im Chrislichen, und Shaitan im islamischen Kulturkreis. Pei ist empört, über wie Morde an Shan-Wei, vor allem aber darüber, dass Menschen sich zu Göttern machen und anbeten lassen. Er hat noch eine heimliche Kernwaffe versteckt, löscht die Führungsriege der Ultras aus (diese ganzen Hintergründe erschließen sich dem Leser nur allmählich tropfenweise in Verlauf des Handlungsfadens).

Mehr als 700 Jahre später, immer noch im Anfang des 1. Teils 'Off Armageddon Reef': Auftritt Nimue Alban aka Seijin Merlin

Seijin sind in Safehold sehr seltene Erscheinungen; Legenden, heilige Männer, die in der Wildnis meditieren und die Nähe Gottes suchen. Sie können, so die Legende, durchaus Visionen von Gott erhalten, sind als solche von der Kirche anerkannt.
Nimue Alban, in ihrem ersten Leben eine blauäugige, schwarzaarige eher hochgewachsene junge Frau, Lieutnant Commander der irdischen Raumflotte, eng befreundet mit Admiral Pei und Shan-Wei, erlebt ihre Wiedergeburt als PICA (Personality Integrated Cybernetic Avatar). Ihr Plan war ursprünglich gewesen, umgesetzt mit Hilfe von Pei und Shan-Wei, ihren privaten PICA heimlich auf die Flucht-Flotte zu schmuggeln. Die drei waren misstrauisch geworden, als die Projektplanung an Langhorne und Bedard ging.

Nimue Alban erwacht im Körper ihres PICA im Jahr 3249 alter Zeit, Year of God 890 (die Safeholder rechnen ihre Zeitrechnung von dem Moment an, wo Erzengel Langhorne vom Himmel herabstieg und den Boden Safeholds betrat). Ein Holo-Vortrag von Pei, einem viel älteren Pei als Nimmue ihn erinnert, setzt sie in Kenntnis über die Ereignisse seit Nimmues letzter Bewusstseins-Sicherung. Ihre letzte Erinnerung liegt noch deutlich von dem Endkampf um die Erde.

"Niemand von uns konnte die Notwenigkeit abstreiten, in den Busch zu gehen, sich zu verstecken, kurzfristig. Dennoch, wo Langhoren und Bedard jede Möglichkeit einer neuen Konfrontation mit den Gbaba ausschließen wollten, hatten WIR den Eindruck, dass das langfristig unmöglich war. Irgendwann werden die Nachkommen der Kolonie auf dem gleichen Weg starten, wie die Menschen der Erde.den Weg zu den Sternen, und auf dem Weg werden sie auf den Feind treffen."

Pei wirkte traurig und gealtert auf Nimmue.

"Im Lichte dessen begannen wir, über neue, heimlich Wege nachzudenken, unsere Nachkommen davon abzuhalten, in die gleiche Situation hineinzulaufen wie ihre Vorfahren von er Erde. Die einzige Lösung, die wir sehen konnten, war es, sicher zu stellen, dass die Erinnerung an die Gbaba nicht verloren wird. Unsere Nachkommen sollen wissen, dass sie zuhause bleiben müssen in ihrem einzigen Sonnensystem, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, bis sie einen technologischen Level erreicht haben, dass sie den Feind besiegen können. Das war die ursprüngliche Stoßrichtung der Operation Arche. Allerdings, unter dem Kommando von Langhorne wird es nicht so kommen. Jede Erinnerung an alles vor der Landung auf Safehold wurde getilgt."

Nimmue Alban im Körper ihres PICA hat nur sehr begrenzte Ressourcen und Möglichkeiten. Nimmue hat Kenntnisse von Kendo und hat segeln gelernt. Ihr PICA hat übermenschliche Reaktionen und Kraft. Sie ist aber nur EIN Mensch, und die Kirche hat ganz Safehold fest im Griff. OWL, so nannte sie den taktischen Computer Bauart 'Odones-Westinghouse-Lytton', den Pei zu ihren Gunsten 'verlieren' konnte, war nicht gerade die hellste Lampe im Laden, was Computer anging.

Eine Fabrikationseinheit macht es möglich, dasss OWL ihr Einzelstücke Technik herstellt. Als Kendo-Kämpferin baut sie zuerst ein Katana (japanisches Samurai Schwert in Damaszener Technick, wobei der Stahl immer wieder gefaltet werd) aus Terra Flotten Stahl. Das Katana ist als Schwerttyp auf Safehold vollends unbekannt.

Eine Reihe von SNARC (Self-Navigating Autonomous Reconaissance and Communication platforms), insekten-große Lausch- und Beobachtungs-Einheiten, ermöglichen es ihr, unbemerkt viele der safeholdischen politischen und Geheimdienst-Zirkel zu belauschen; außer im Tempelland selbst: Dort gibt es unbekannte Energiequellen unter dem Tempel, und der Einsatz von SNARCs dort erscheint zu riskant.
Auch an das Orbitale Bombardierungssystem ist nicht heranzukommen, so sehr ist dessen Verteidigung nach dem Tod von Langhorne und Bedard verstärkt worden. Die Möglichkeiten sind beschränkt. Aufgrund der patriachalischen Gesellschaftsstruktur ist ein Wechsel zum männlichen Geschlecht notwendig, und so wird aus der jungen Frau Nimmue Alban der Seijin Merlin.
Zur Kontaktaufnahme hat er sich das Königreich Charis ausgesucht, immerhin ist dort inzwischen Sklaverei und Leibeigenschaft abgeschafft, und der König Haarahld gilt als 'Haarahld der Gerechte'. Der junge Kronprinz Cayleb erscheint Merlin sehr vielversprechend. Und Charis liegt sehr weit entfernt von Zion und dem Tempelland (Charis ist ein bisschen dem England der 16. und 17 Jahhunderts nachempfunden). Durch die Insellange ist Charis eine Seefahrernation, mit der wichtigsten Handelsflotte von Safehold.
Ein Attentat auf Cayleb, wo dessen Leibgarde aus Carissian Marines schon von einer Übermacht an Assassinen überwunden ist, kann Merlin eigenhändig mit seinem Katana und seiner Kendo-Technik vereiteln und Cayleb das Leben retten. Merlin gewinnt das Vertrauen erst von Cayleb, dann auch von Haarahld und seinem inneren Kreis von Ratgebern und Vertrauten.
Die von den SNARC gesammelten Informationen verkauft Merlin den Charissianern an 'Visionen', die ein Seijin nun mal hat; weitere Spionageringe können ausgehoben, Putsch- und Umsturzpläne vereitelt werden.
Währenddessen hat Merlin viele 'Ideen', die er erst cayleb, dann den Gelehrten, Schiffsbaumeistern und Waffenschmieden dort nahebringt.

Toll die Szene, wo Merlin Cayleb zuerst die arabischen Ziffern gegenüber römischen, und dann die Rechenmöglichkeiten mit einem Abakus erklärt. Desweiteren schlägt er verbesserte Segelpläne vor. Charis wir zukünftig nicht mehr mit Galeeren, sondern mit Galeonen und Schonern segeln. Durch die eingesparten Ruderer und den gesparten Platz für die Ruderbänke wird jede Menge Raum für die Bewaffnung frei.

Merlin führt gezogene Läufe für die Schiffs-und Feldgeschütze ein. Über aus Baumwolle oder Papier vorgefertigte Pulverladungen gelingt es, die Feuer- bzw. Nachladegeschwindigkeit zu verdreifachen, von verbesserter Pulverqualität und technischen Feinheiten ganz abgesehen.
Charis führt kupferbeschlagene Schiffskiele ein, was die Haltbarkeit und dauerhafte Seetüchtigkeit stark verbessert. Spindel und Spinnrad ermöglichen die schnellere und billigere Verarbeitung der örtlichen Baumwolle. Es wird genügend Leinwand für die Segel der Royal Charissian Navy und auch genügend Handelsware geben.

Über die SNARCs dringt durch, dass die Kirche, in Form der Rates der Vier die feindliche Nachbarstaaten Emerald und Korsande, sowie Cisholm und alle Staaten mit einer nennswerten Kriegsmarine in einen Krieg gegen Charis zwingt (Unnachahmlich Grossinquisitor Clyntahn als jähzorniger, blutsaufender Charakterkrüppel, ein Schulerite. Im Buch Schuler ist hinterlegt, was über Folter und Inquisition der Nachwelt hinterlassen werden sollte. Tellesberg, Hauptstadt von Charis, ist früher von Shan-Wei gegründet worden. Schon deshalb ist Charis dem Großinquisitor suspekt).

Es folgt, über viele Bände hinweg, ein Konflikt um die Seelen der Safeholder, um die Vergangenheit und Zukunft der Menschheit und um die technische Innovation in einer riesigen, erstaunlich komplexen politischen und militärischen Kulisse.

Die von der Kirche gewaltsam geschmiedete Koalition, um Charis und die Heresie dort zu zerschmettern, endet in einer Seeschlacht am Armageddon Reef, entschieden durch den technischen Vorsprung der Schiffe und Waffen aus Charis.
Nach dem Tod von Haarahld wird Cayleb eist König von Charis, später durch geschicktes politisches Manövrieren und dem Herausbrechen von Chisholm und Emerald aus der Koalition der Kirche auch zum Kaiser des größeren Imperiums von Chais. Sharleyan von Chisholm wird durch Heirat zum Kaiserin, die Cayleb intellektuell in nichts nachsteht.

Gipfel: In Charis wird die Kirchen von Charis ausgerufen, die Korruption der Nachkommen der falschen Götter Langhorne und Bedard angeprangert. In Folge steuert alles auf einen Heiligen Krieg der Kirche gegen die Heresie zu.

Seijin Merlin beschleunigt den Innovationsprozess in Charis, so dass in den folgenden Konflikten Charis, trotz permanenter zahlenmässiger Unterlegenheit, sich dennoch ständig einen kleinen technischen Vorsprung bewahren kann.

Merlin weiß, was Religionskrieg bedeutet. Er hat Zugriff auf die gesamte Geschichte von Old Earth, weiß um die Kreuzzüge und den 30-jährigen Krieg. Dennoch sieht er keinen anderen Weg, den Würgegriff der 'Church of God Awaiting' auf die Gesellschaft von Safehold zu brechen.

Großinquisitor Clyntain weiß das nicht. Er weiß nur, dass der die Herätiker vernichten will - und alle, die mit ihnen Kontakt hatten. Egal um welchen Preis.

Insgesamt äußerst empfehlenswert, spannend und handwerklich gut gemacht.

 

 

 

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BESONDERE

Ist das noch Science-Fiction?

... ohne Wilson hätte ich jedenfalls weder Crowley noch Gurdjieff gefunden ...

Stapledon hat Philosophie unterrichtet – gewaltig!

• ... die gesamte Geschichte der Menschheit ist bei ›Last and First Men‹ in den ersten paar Seiten abgehandelt
• ... der ganze Stoff aus ›Last and First Men‹ bildet nur die ersten paar Seiten von ›Star Maker‹.

Einige Crowley-Gedichte als Audios (vertont, unvertont) finden sich bei Smi²le ... s. Inhalt, Downloads ... ebenso die Zen-Texte ›Hakuin Zenji‹, ›Prajna Paramita‹ ... aufgesprochen von mir. Letztere nimmt ein Kollege von mir regelmäßig als Meditationshilfe.

 

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WEGGELASSEN

Ein paar Dinge, die eigentlich zum Thema gehören, fehlen hier: